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Förderverein Point Alpha e.V.Pressemitteilungen

Förderverein zieht Bilanz: 286 Mitglieder sind ein neuer Rekordwert

By 14 March 2025March 17th, 2025No Comments
Lesezeit: 4 Minuten

Das Interesse an gelebter deutsch-deutscher Geschichte ist ungebrochen, gerade wegen der politischen Krisen auf dem Globus: Zur Umsetzung von Projekten hat der Förderverein Point Alpha mit insgesamt 19.000 Euro im vergangenen Jahr die Point Alpha Stiftung unterstützt. Auf der harmonischen Jahreshauptversammlung zog der Vorstand des Fördervereins im US Camp eine durchweg positive Jahresbilanz 2024. „Wir alle sind Point Alpha und wollen weiterhin in der Erfolgsspur bleiben“, motivierte der erste Vorsitzende Raymond Walk die Teilnehmer in ihrem Engagement nicht nachzulassen.

Ehrung der Stadt Vacha für 25 Jahre Mitgliedschaft durch Raymond Walk. Die Auszeichnung nahm die Beigeordnete Daniela Tischendorf entgegen.

Ehrung der Stadt Vacha für 25 Jahre Mitgliedschaft durch Raymond Walk. Die Auszeichnung nahm die Beigeordnete Daniela Tischendorf entgegen.

Mit 50 Gästen war das „Black Horse Inn“ bis auf den letzten Platz besetzt, darunter die Bürgermeister der Gemeinden Eiterfeld und Rasdorf, Dana Hauke und Jürgen Hahn, sowie die Ehrenmitglieder Dr. Hans-Peter Häfner und Berthold Dücker. Bei der Mitgliederzahl hat der Förderverein mit 286 einen neuen Höchststand erreicht. Seit der Gründung in 2008 sei dies eine Verdreifachung, vermeldete der Vorsitzende. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde in diesem Jahr die Stadt Vacha geehrte. Stellvertretend für die Kommune nahm die Beigeordnete Daniela Tischendorf Glückwünsche und Urkunde entgegen.

Besonders stolz ist der Förderverein auf den „Hessischen Denkmalschutzpreis“ in der Kategorie „Ehrenamtspreis“. Verliehen wurde diese Auszeichnung und das Preisgeld in 2024 durch Kultusminister Timon Gremmels im Wiesbadener Schloss Biebrich. Dabei attestierte die Jury dem Preisträger eine besondere Leidenschaft und Kompetenz im Einsatz für den authentischen Geschichtsort und das Kulturdenkmal Point Alpha. Der 2. Vorsitzende Berthold Jost informierte in diesem Zusammenhang, dass der Förderverein inzwischen auch für den „Deutschen Preis für Denkmalschutz“ nominiert sei. „Eine tolle Sache nicht nur als Würdigung, sondern um den Bekanntheitsgrad der Gedenkstätte bundesweit zu steigern.“

Einblicke gab Raymond Walk danach in das Vereinsleben: Neben der Vereinsfahrt zum Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis in Chemnitz und der Verabschiedung von Pfarrer Markus Blümel hob er den Gedenkgottesdienst für Papst Johannes Paul II. in Geisa hervor. Besonderer Höhepunkt war ein Überraschungsempfang für das Ehrenmitglied Berthold Dücker. Im Haus auf der Grenze hatten zahlreiche Wegbegleiter gemeinsam mit der Point Alpha Stiftung und der Stadt Geisa an den 60. Jahrestag seiner abenteuerlichen Flucht durchs Minenfeld erinnert. Dem „Opfer und Gestalter der Zeitgeschichte“ wurde in diesem Rahmen der „Geisaer-Dickschädel-Orden“ von Bürgermeisterin Manuela Henkel überreicht. In seiner Jugendarbeit unterstützte der Förderverein Point Alpha eine Caritas-Freizeit inklusive Gedenkstätten-Besuch sowie den Jugendclub Geisa, dem ein Tischkicker zur Verfügung gestellt wurde.

Für 2025 sind laut Walk im Vereinskalender bereits die ersten Aktivitäten terminiert: Am 26. April führt eine Vereinswanderung zum Wassermannshof und zum Friedenstisch in Reinhards, einst westlichster Punkt des Warschauer Paktes. Für den 26. Mai ist ein Kaminabend und Buchlesung „Die Entstehung der DDR und meine Kontakte“ mit Karl Sauerbier in Soisdorf und im Oktober erneut ein Gedenkgottesdienst geplant.

Heiko Rothmann erläuterte die Fördermaßnahmen des Vereins.

Von einer stabilen und soliden Lange der Finanzen berichtete Heiko Rothmann.  Der Schatzmeister führte die einzelnen Investitionen für die Gedenkstätte auf: Mit 15.000 Euro war die Neuanschaffung von Technik, Kamera und Software für eine Digitalisierungsstation im Archiv  der größte Posten. Finanzielle Zuwendungen habe es zudem für Fahnenmasten und die Baumpflanzung auf dem Areal des ehemaligen „Observation Post Alpha“ gegeben. Auch in 2025 stehe ein ähnlicher Gesamtbetrag zur Unterstützung der Point Alpha Stiftung auf der Agenda. Im Fokus stehe dabei vor allem ein Ausstellungsprojekt, dass nicht nur Fußballfans freuen dürfte. In die Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte geholt werden soll im Sommer nämlich die spektakuläre Open-Air-Ausstellung „Im Objektiv der Staatsmacht – Fußballfans im Blick von Volkspolizei und Stasi“, wie der Geschäftsführende Vorstand der Point Alpha Stiftung, Benedikt Stock, schon einen kleinen Ausblick gab.

Eine einwandfreie Kassenführung bestätigten die Prüfer Matthias Kehr und Wendelin Priller, die nach ihrer Wiederwahl auch künftig Ausgaben und Einnahmen kontrollieren. Nach den Berichten und dem Rechnungsabschluss wurde der Vorstand von der Versammlung einstimmig entlastet.

Reger Austausch unter den Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Point Alpha.

Reger Austausch unter den Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Point Alpha.

Ebenfalls ein positives Fazit des Jahres zog Benedikt Stock für die Point Alpha Stiftung. In seinem Gastbeitrag ließ er vor allem noch einmal die Großveranstaltungen und markanten Sanierungsmaßnahmen Revue passieren ließ. Allein im vergangenen Jahr habe man über 100.000 Euro für die Erhaltung der Substanz aufgewendet, machte der Geschäftsführende Vorstand deutlich. Stock bedankte sich beim Förderverein für den großartigen Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit. In einem Ausblick auf die kommenden Monate hob er vor allem die 35. Last Border Patrol hervor, zu der sich auch Veteranen aus den USA angesagt hätten, und er kündigte weitere Unterhaltungsmaßnahmen in der Gedenkstätte an. Die Stiftung habe ein vielseitiges Programm zusammengestellt, zu dem man die Öffentlichkeit herzlich einlade.