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Beratung „Wie kann ich meine Stasi-Akte einsehen?“ am 28. 10. und Vortrag zum Wirken der Stasi in der Bundesrepublik

Von 20. Oktober 2021Keine Kommentare
Lesezeit: 2 Minuten
In den Stasi-Unterlagen-Archiven stapeln sich neben den Akten auch Säcke mit Knäueln von Tonbändern. Foto: M. Schönherr

In den Stasi-Unterlagen-Archiven stapeln sich neben den Akten auch Säcke mit Knäueln von Tonbändern. Foto: M. Schönherr

Die Aktivitäten und die Dokumentations-Wut des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR stehen im Blickpunkt von zwei Veranstaltungen der Point Alpha Stiftung am Donnerstag den 28. Oktober. Von 10 bis 17 Uhr beantworten Mitarbeiter des Stasi-Unterlagen-Archivs Suhl allen interessierten Bürgern kostenfrei im Gangolfi-Saal im Schloss Geisa Fragen zur Einsicht in ihre Stasi-Unterlagen und den dazu notwendigen Formalitäten. Anschließend hält Sascha Münzel um 18.30 Uhr im Haus auf der Grenze in der Gedenkstätte Point Alpha einen kostenfreien Vortrag über „Die Grenzinformationsstellen in der Bundesrepublik im Spiegel der Stasi-Akten“. Eine Anmeldung zum Beratungsgespräch und zum Vortrag ist notwendig.

Beratungstag für Bürger

Das Stasi-Unterlagen-Archiv Suhl bietet von 10 bis 17 Uhr einen Beratungstag im Schloss Geisa an. Interessierte Bürger erfahren im Gangolfi-Saal, wie sie Zugang zu Stasi-Unterlagen beantragen können, wie lange es bis zur Einsichtnahme dauert und wie sie an Kopien der Unterlagen gelangen. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich über Anträge zu verstorbenen Angehörigen oder zur Entschlüsselung von Decknamen zu informieren.

Etwa 7,5 Millionen Ersuchen und Anträge sind seit Beginn des Stasi-Unterlagen-Archivs eingegangen, darunter etwa 3,5 Millionen Anträge aus der Bevölkerung. Jede Privatperson hat das Recht, jene Akten einzusehen, die das Ministerium für Staatssicherheit über die eigene Person angelegt hat. Die Behörde bearbeitet in diesem Zusammenhang auch Ersuchen zu Rentenangelegenheiten, offenen Vermögensfragen, zur Strafverfolgung sowie zur Rehabilitierung und Wiedergutmachung. Wer einen Antrag auf Akteneinsicht stellen möchte, wird gebeten, ein gültiges Personaldokument mitzubringen. Bitte melden Sie sich per E-Mail an service@pointalpha.com oder telefonisch unter 036967 / 596423 für ein Beratungsgespräch an. Zur Vermeidung von Wartezeiten werden Termine vergeben.

endeckeln verbergen sich oft unglaubliche Bespitzelungs-Geschichten. Foto: Archiv Point Alpha

Hinter den Aktendeckeln verbergen sich oft unglaubliche Bespitzelungs-Geschichten. Foto: Archiv Point Alpha

Abendvortrag im Haus auf der Grenze

Der DDR-Staatssicherheitsdienst fungierte nicht nur als geheimpolizeiliches Unterdrückungsorgan im eigenen Land. Auch auf dem Gebiet der Bundesrepublik versuchte die Stasi mit geheimdienstlichen Methoden Einfluss im Sinne der SED zu betreiben. Von Lübeck an der Ostsee bis Hof in Oberfranken entstanden während der deutschen Teilung auf westlicher Seite Grenzinformationsstellen. In den Einrichtungen informierten sich jährlich Tausende Bundesbürger über das DDR-Grenzregime. Aufgrund der kritischen Darstellung und der steten Betonung der Wiederherstellung der deutschen Einheit waren die Grenzinformationsstellen den Ost-Berliner Machthabern ein Dorn im Auge. Sie beauftragten das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), um gegen die „subversive Propaganda“ aus dem Westen vorzugehen. Anhand von Stasi-Unterlagen verdeutlicht Sascha Münzel vom Stasi-Unterlagen-Archiv Suhl, am Donnerstag, 28. Oktober, ab 18.30 Uhr im Haus auf der Grenze, wie die Stasi das Wirken der Grenzinformationsstellen zu behindern versuchte und beleuchtet das Wirken der DDR-Geheimpolizei in den bayrischen und hessischen Grenzregionen.

Kooperationspartner der Veranstaltung sind das Bundesarchiv/Stasi-Unterlagen-Archiv Suhl und die Stadt Geisa. Der Eintritt ist frei, es gilt das 3G-Plus-Optionsmodell. Zur Online-Anmeldung geht es hier.

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