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Der neue US-Generalkonsul im früheren „Observation Post Alpha“

By 16. December 2021No Comments
Lesezeit: 3 Minuten

Die Gedenkstätte Point Alpha ist in ihrem Gesamtkomplex nicht nur ein unvergleichbares Zeitzeugnis und einzigartiger Lernort der europäischen und deutsch-deutschen Geschichte, sondern steht auch für das enge Verhältnis und den intensiven Austausch mit den USA, deren Soldaten hier im ehemaligen „Observation Post Alpha“ über vier Jahrzehnte lang zuverlässig für Frieden und Freiheit gedient haben. Davon konnte sich der US-Generalkonsul Norman Thatcher Scharpf bei seinem Antrittsbesuch auf dem Rasdorfer Hummelsberg ein Bild machen. Der 58-Jährige, der sein Amt seit August im Generalkonsulat in Frankfurt am Main ausübt, zeigte sich vor allem vom musealen Gesamtpaket und dem Bildungsbetrieb beeindruckt.

„Wo ist Osten, wo ist Westen?“, fragte der US-Generalkonsul gleich nach seiner Ankunft in der Gedenkstätte Point Alpha, zur ersten Orientierung auf dem Gelände.

„Wo ist Osten, wo ist Westen?“, fragte der US-Generalkonsul gleich nach seiner Ankunft in der Gedenkstätte Point Alpha, zur ersten Orientierung auf dem Gelände.

Begrüßt wurde der Generalkonsul und seine Delegation von Philipp Metzler, Studienleiter der Point Alpha Stiftung. Er erklärte die besondere Geschichte des einstigen „heißesten Punkt des Kalten Krieges“, berichtete über die derzeitige Situation der Gedenkstätte insbesondere in Hinblick auf die Corona-bedingten Einschränkungen und schilderte die künftigen Herausforderungen, denen sich die Point Alpha Stiftung stellen muss. Beide Seiten stimmen darin überein, dass die Gedenkstätte weiterhin Impulse hinsichtlich der Erinnerungskultur, der Wissensvermittlung für Demokratie und Menschenrechte sowie der transatlantischen Partnerschaft setzen muss.

Scharpf ist als Generalkonsul im Auftrag der US-Regierung erster Ansprechpartner für die Länder Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Der Diplomat hat selbst deutsche Wurzeln: Drei von Thatchers vier Großeltern waren nämlich die Enkelkinder von Deutschen, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts – auch aus dem osthessischen Flieden – über den großen Teich in die USA auswanderten. Vor seiner Ernennung zum Generalkonsul war der Berufsdiplomat stellvertretender Leiter des Büros des US-Außenministers. In dieser Funktion führte er das Sekretariat des Außenministeriums und war verantwortlich für die Auslandsreisen des Außenministers. Scharpf trat 2010 in den diplomatischen Dienst ein. Bis 2018 bekleidete er verschiedene Posten im US-Außenministerium sowie in Vertretungen seines Landes in Belgrad, Tallin, Zagreb, Warschau, Sao Paulo, Bratislava und Wien. Vor seinem Eintritt in den Auswärtigen Dienst diente er als Offizier in der US Navy.

Die Gäste an der rekonstruierten Grenzanlage.

Die Gäste an der rekonstruierten Grenzanlage.

Einen kompakten Überblick über die Gedenkstätte erhielt Scharpf, der in Begleitung seiner Ehefrau Donna angereist war, bei einem Rundgang über das Areal entlang der Grenzanlagen bis zum Haus auf der Grenze mit der Friedenspirale. Besonders interessiert zeigten sich die Gäste natürlich im US Camp mit den Ausstellungen zu den militärischen Aspekten und „Everyday Life“. Fast drei Stunden ließ sich der Generalkonsul von Philipp Metzler und dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Johannes Schneider die Exponate zeigen, hörte konzentriert zu, als es in den Unterkunftsbaracken um den möglichen Einsatz von Atomsprengköpfen im Fulda Gap ging, war wissbegierig und fragte nach. „Amazing“, „Wow“, „Incredible“ – immer wieder staunte Norman Thatcher Scharpf über historische Hintergründe und die ein oder andere Anekdote, die ihm vorgetragen wurde. „Auf Point Alpha wird einem erst richtig wieder in Erinnerung gerufen, dass für lange Zeit der Weltfrieden in Gefahr war.“

Zum Abschluss bedankte sich Scharpf für die informative Zeitreise und lobte „die unschätzbare Arbeit der Point Alpha Stiftung, insbesondere junge Menschen über die Geschichte dieses weltpolitischen Brennpunktes und die Bedeutung der Teilung Deutschlands aufzuklären sowie damit auch einen wichtigen Beitrag zur deutsch-amerikanischen Partnerschaft beizutragen“. Daher ist es für ihn ein wichtiges Anliegen, spätestens zum Festakt und Begegnungstag „Last Border Patrol“, bei dem am 8. April 2022 an die letzte Grenzpatrouille der US-Soldaten erinnert wird, auf Point Alpha zurückzukehren.

Von OP India über OP Alpha bis zu den Down Barracks in Fulda – Metzler zeigt dem Generalkonsul auf der Karte die damaligen US-Standorte in der näheren Umgebung.
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