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Die EU-Abgeordnete Marion Walsmann besuchte Point Alpha

Lesezeit: 2 Minuten

Thüringen hat sie im Herzen, Europa im Sinn – und nun machte die Europaabgeordnete Marion Walsmann im Rahmen ihrer heimatlichen Sommertour einen Stopp an einem Ort, der wie kaum ein anderer für die deutsche Teilung und die Folgen des Kalten Krieges steht. Die einzige Thüringer Abgeordnete im Europäischen Parlament und CDU-Politikerin nahm sich viel Zeit bei einem Rundgang durch die Ausstellungen und denkmalgeschützten Anlagen, hörte aufmerksam zu, fragte nach und suchte – sichtlich beeindruckt von den musealen Angeboten und dem Bildungsbetrieb – ­den intensiven Austausch.

Die EU-Abgeordnete Marion Walsmann mit Sebastian Leitsch und Dr. Roman Smolorz im Haus auf der Grenze.

Die EU-Abgeordnete Marion Walsmann mit Sebastian Leitsch und Dr. Roman Smolorz im Haus auf der Grenze.

Mit reichlich Informationen, Fakten, Daten und Geschichten versorgt, wurde die 58-Jährige vom Geschäftsführer der Point Alpha Stiftung, Sebastian Leitsch, dem Wissenschaftlichen Leiter Dr. Roman Smolorz sowie dem Zeitzeugen und Point-Alpha-Mitbegründer Berthold Dücker. Die Geschäftsführung berichtete ihr über die derzeitige Situation der historischen Einrichtung, über die Arbeit vor Ort und schilderte die künftigen Herausforderungen, denen sich die Point Alpha Stiftung stellen muss. Marion Walsmann lebt mit ihrer Familie in Erfurt und gehörte im Freistaat den früheren CDU-geführten Landesregierungen als Justiz-, Finanz- und Staatskanzleiministerin an. Der Stiftung ist sie seit ihrer Gründung in 2008 verbunden.

Dr. Smolorz erläutert der EU-Abgeordneten die neu konzipierte und erweiterte Ausstellung “Geschleifte Höfe”.

Einig war man sich, dass die Gedenkstätte eine solide Basis benötige, um weiterhin wichtige Impulse hinsichtlich der Erinnerungskultur und der Wissensvermittlung setzen zu können. Die Europaabgeordnete wünschte sich in diesem Zusammenhang vor allem, dass künftig mehr Schulklassen Point Alpha besuchten, um somit vor Ort geschichtliche Kenntnisse über die Innerdeutsche Grenze zu erlangen. Gerade jetzt, wo sich die politische Spaltung zu vertiefen scheine, sei es wichtig daran zu erinnern, warum Deutschland und Europa geeint am stärksten sei. Walsmann betonte, in Brüssel auf die Bedeutung von Point Alpha vor allem für die jüngeren Generationen hinzuweisen und die Gedenkstätte im EU-Parlament als wichtigen Standort für Demokratiebildung und -forschung noch bekannter zu machen.

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