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60 Jahre „Aktion Kornblume“ – Zwangsaussiedlungen im Grenzgebiet – Vortrag am 7. Oktober

Von 1. Oktober 2021Keine Kommentare
Lesezeit: 2 Minuten

Das SED-Regime raubte mit den Zwangsaussiedlungen aus dem Sperrgebiet der DDR den Menschen nicht nur ihr Eigentum, sondern entriss sie insbesondere aus ihrer Heimat. Die Zeitzeugin Marie-Luise Tröbs, die in Geisa am 3. Oktober 1961 durch das Regime entwurzelt wurde, rekapituliert die Ereignisse und berichtet über ihr persönliches Schicksal als ein Opfer der allzu oft vergessenen Vertreibungen. Die Point Alpha Stiftung lädt am Donnerstag, 7. Oktober, um 18.30 Uhr unter dem Titel „60 Jahre Aktion Kornblume – Zwangsaussiedlungen an der Innerdeutschen Grenze“ zum Vortrag und Gespräch mit Frau Tröbs in das Haus auf der Grenze der Gedenkstätte Point Alpha ein.

Was es bedeutet, wenn die Wurzeln einer Familie gewaltsam gekappt werden, erzählt die Zeitzeugin Marie-Luise Tröbs.

Was es bedeutet, wenn die Wurzeln einer Familie gewaltsam gekappt werden, erzählt die Zeitzeugin Marie-Luise Tröbs.

Zusammen mit ihrer Familie wurde Marie-Luise Tröbs am 3. Oktober 1961 von Geisa nach Ilmenau zwangsumgesiedelt. Retten konnte das damals zehnjährige Mädchen nur ein Puppenkleid und eine Spielzeug-Kaffeemühle, beides heute Exponate in der Dauerausstellung der Gedenkstätte Point Alpha. Ihr authentisches Zeugnis gibt Einblick in das Erleben von Heimatverlust, Willkür und Enteignung. Sie wird dabei auf die Stigmatisierung der Neuangesiedelten aus der Kinderperspektive, die Beschattung durch das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) und den schwierigen Neuanfang und Alltag in fremder Umgebung eingehen. Tröbs wird auch einen Bogen zur Wiedervereinigung spannen und über die Arbeit des 1990 gegründeten Bund der Zwangsausgesiedelten, in dem sich ihr Vater 17 Jahre lang bis zu seinem Tod für die Rehabilitierung und Entschädigung dieser Opfergruppe eingesetzt hat, berichten. Als Präsidentin des Bundes für Zwangsausgesiedelte (BdZ) gibt die Erfurterin heute allen Betroffenen eine Stimme, klärt die Öffentlichkeit auf und setzt sich bundesweit dafür ein, dass dieser willkürliche Terror und das Leid der Opfer nicht in Vergessenheit geraten. Nicht nur aus diesem Grund möchte sie gerne mit dem Publikum im Anschluss an ihren Vortrag ins Gespräch kommen.

Kooperationspartner der Veranstaltung ist die Hessische Landeszentrale für politische Bildung. Der Eintritt ist frei, es gilt die 3G-Regel.  Anmeldung bitte hier.  

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