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Suivez Moi – nach über 50 Jahren zurück am „OP Alpha“

By 27. September 2024No Comments
Lesezeit: 3 Minuten

Der Besuch der Gedenkstätte Point Alpha war für eine rund 40-köpfige Delegation US-Amerikanern Höhepunkt ihrer einwöchigen Reunion in Osthessen. Bei den Gästen aus Übersee handelte es sich um Veteranen des 14th Armored Cavalry Regiments, die seit den frühen 1950er bis in die 1970er Jahre in Fulda, Bad Kissingen sowie Bad Hersfeld stationiert und mit der Überwachung des „Fulda Gaps“ an der innerdeutschen Grenze beauftragt waren. Gemeinsam mit ihren Ehepartnerinnen und begleitet von aktiven Soldaten begaben sie sich auf eine bewegende Zeitreise.

Extra aus Alaska angereist war John Fischer (links), hier mit dem Point-Alpha-Vorstand Philipp Metzler.

Extra aus Alaska angereist war John Fisher (links), hier mit dem Point-Alpha-Vorstand Philipp Metzler.

Für manchen Veteranen war es das erste Wiedersehen seit langer Zeit. John Fisher aus Alaska zum Beispiel war seit mehr als 50 Jahren erstmals wieder an „seinen“ Beobachtungsposten zurückkehrt und zeigte sich begeistert vom Gedenkort und der heutigen Arbeit der Point Alpha Stiftung. Andere waren hingegen bereits mehrfach zuvor an ihre alte Wirkungsstätte(n) zurückgekehrt und fühlen sich mit ihrer „zweiten Heimat“ tief verbunden. Sie alle sind stolz, durch ihren Dienst zur Überwindung der Blockkonfrontation und zur Wiedervereinigung Deutschlands beigetragen zu haben. Für eine positive Überraschung sorgte bei den Amerikanern der rege Besucherandrang, insbesondere von Schulklassen.

Eine besondere Münz-Prägung soll die ehemaligen Soldaten an das Treffen in der Gedenkstätte erinnern. Fotos: Johannes Schneider

Eine besondere Münz-Prägung soll die ehemaligen Soldaten an das Treffen in der Gedenkstätte erinnern. Fotos: Johannes Schneider

Nach einem Rundgang durch das US Camp und das Haus auf der Grenze begannen die ehemaligen Soldaten in Erinnerungen zu schwelgen. Im lockeren Austausch entwickelten sich spannende Unterhaltungen, die für die begleitenden Mitarbeiter der Gedenkstätte enorm erkenntnisreich waren. Daraus resultieren neue Ansätze für die Erforschung des US Camps, insbesondere was die Frühphase der US-amerikanischen Präsenz auf dem Hummelsberg anbelangt. Aber auch die ein oder andere Anekdote und eine gute Prise Soldatenhumor sorgten für Stimmung.

Michael Brand MdB und Stiftungsratsmitglied spricht beim Regimental Dinner über die freundschaftlichen transatlantischen Beziehungen.

Michael Brand MdB und Stiftungsratsmitglied spricht beim Regimental Dinner über die freundschaftlichen transatlantischen Beziehungen.

Eine Abordnung aktiver US-Soldaten legte schließlich einen Kranz am Erinnerungsstein im ehemaligen OP Alpha nieder. Er ist den Angehörigen des 14th und 11th ACR gewidmet, die entlang der innerdeutschen Grenze gedient haben. Point-Alpha-Vorstand Philipp Metzler und LTC Sean D. Henley, Kommandeur 1st Squadron, 14th ACR, unterstrichen dabei die besondere Bedeutung des Auftrages der US-Soldaten und die enge deutsch-amerikanische Freundschaft. Beide schlugen zudem eine Brücke in die Gegenwart, denn der russische Angriffskrieg auf die Ukraine habe die europäische Sicherheitsarchitektur erschüttert, die nach dem Ende des Blockkonflikts für Stabilität und Frieden gesorgt habe. Gerade ein Ort wie Point Alpha zeige, dass Entschlossenheit und Partnerschaft den Frieden sicherten.

John Dunivan hatte die ACR-Reunion koordiniert, neben ihm seine Ehefrau Christie.

John Dunivan hatte die ACR-Reunion koordiniert, neben ihm seine Ehefrau Christie.

Abschluss des Veteranen-Treffens war das „Regimental Dinner“ im Maritim Hotel in Fulda. In festlicher Atmosphäre erinnerten sowohl aktive und ehemalige Angehörige der Einheit wie auch Vertreter der Politik, darunter der Bundestagsabgeordnete und Point-Alpha-Stiftungsratsmitglied Michael Brand, an die hervorragende Zusammenarbeit zwischen US-Armee, Bundeswehr der deutschen Zivilgesellschaft in den „Military Communities“. Mit Unterstützung des „Blackhorse Museums“ und der Point Alpha Stiftung war das Treffen von James Dunivan organisiert worden. Das Fazit von Dunivan: „It was a fantastic experience, thank you all so much.“