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Sonderausstellung „Postsowjetische Lebenswelten“ ab 3. November

Von 28. Oktober 2021Keine Kommentare
Lesezeit: 2 Minuten
Besucher können die Sonderausstellung „Postsowjetische Lebenswelten“ bis zum 31. Januar 2022 täglich während der Öffnungszeiten im Haus auf der Grenze besichtigen.

Das Ende der Sowjetunion im Dezember 1991 ist Anlass der Sonderausstellung „Postsowjetische Lebenswelten. Gesellschaft und Alltag nach dem Kommunismus“ in der Gedenkstätte Point Alpha. Mit eindrucksvollen Fotografien und prägnanten Texten wird der historische Wandel, den die 15 Nachfolgestaaten der UdSSR seitdem durchlaufen haben, dokumentiert. Interessierte sind eingeladen, die Schau ab Mittwoch, den 3. November im Sonderausstellungsraum im Haus auf der Grenze zu besuchen.

Das Konzept der Ausstellung und deren Texte stammen von Jan C. Behrends vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam. Der Osteuropahistoriker hat gemeinsam mit dem Kurator Ulrich Mählert insgesamt 130 zeithistorischen Fotos ausgewählt, die einen umfassenden Einblick bieten. Geographisch reicht die Ausstellung von Osteuropa über den Kaukasus bis nach Zentralasien. Im Fokus stehen Staaten, deren Größe und Einwohnerzahl, Nationalgeschichte und kulturelle Prägungen, aber auch wirtschaftliche Ausgangspositionen kaum unterschiedlicher sein könnten. Umso eindrücklicher sind die Gemeinsamkeiten, die den Alltag von postsowjetischen Gesellschaften vor allem in den 1990er Jahren prägten.

Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf den sozialen Ausnahmezustand jenes Jahrzehnts, in dem die Menschen den Härten des Staatszerfalls und einem Markt ohne Recht und Regeln ausgeliefert waren. Sie nimmt die Lebensverhältnisse in den Blick und macht Wanderungsbewegungen sichtbar. Viele Menschen mussten auf der Suche nach Arbeit und Wohlstand ihre Heimat verlassen. Der Raubzug der Mafia und die Selbstbereicherung früherer Funktionäre und findiger Unternehmer, die das Staatseigentum privatisierten, sind ebenso Themen, wie die ethnischen und religiösen Konflikte und regionalen Kriege, die häufig mit russischem Hegemoniestreben verbunden waren.

Die Plakatschau zeigt, wie mit Geschichte und Religion gleichermaßen Politik gemacht wird, wie einerseits demokratischer Aufbruch gelang und andererseits neue Autokratien entstanden. Auf 20 Ausstellungstafeln finden weiterhin Themen wie Medien und Öffentlichkeit, Konsum- und Popkultur, ökologische Altlasten, Frauenemanzipation sowie Fortschritte im Bereich der Digitalisierung Berücksichtigung.

Die „Postsowjetische Lebenswelten“ werden in der Gedenkstätte Point Alpha in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gezeigt. Besucher können die Sonderausstellung bis zum 31. Januar 2022 täglich während der Öffnungszeiten besichtigen.

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