Magdeburg ist mit 1.200 Jahren eine der ältesten Städte in den östlichen Bundesländern mit einer bewegten historischen Vergangenheit. Geschichte und Gegenwart der Ottostadt spiegeln die Sehenswürdigkeiten der Elbmetropole wider. Auf eine aktive, gesellige und faszinierende Entdeckungsreise sozusagen ins Herz von Deutschlands starteten 30 gut gelaunte und erwartungsfrohe Mitglieder des Fördervereins Point Alpha e.V..

Imposant: Der Magdeburger Dom.
Erste Station der Informationsfahrt auf dem Weg in die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt war die Gedenkstätte „Deutsche Teilung Marienborn“. Die Gedenkstätte befindet sich vom westdeutschen Kontrollpunkt Helmstedt kommend auf dem Gelände der DDR-Grenzübergangsstelle (GÜSt) Marienborn an der Autobahn zwischen Berlin und Hannover. Mit zeitweise mehr als 1.000 Bediensteten entwickelte sich der Grenzübergang Marienborn ab 1974 zum bedeutendsten an der deutsch-deutschen Grenze. Große Anzeigetafeln wiesen den Fahrzeugen den Weg: “Transit Westberlin” beispielsweise. Oder “Einreise DDR”. In der interessanten Dauerausstellung konnte die Point-Alpha-Gruppe auch gescheiterte Fluchtversuche nachvollziehen.
Was im Strudel der Einigungsgeschichte unterging und viele nicht wissen: Der Ort, der dem Grenzübergang den Namen gab, ist ein ganz besonderer. Das kleine Marienborn ist einer der ältesten Wallfahrtsorte Deutschlands. Etwa um das Jahr 1.000 soll hier einem Hirten die Jungfrau Maria erschienen sein.

Willkommen war Point Alpha auch in der Gastronomie „Domkönig“.
Weiter ging die Fahrt nach Magdeburg. Die meisten Mitglieder des Fördervereins waren hier das erste Mal und daher besonders interessierte Zuhörer bei den geführten Besichtigungen der „Grünen Zitadelle“ und des bekannten Doms. Der Dom „St. Mauritius und St. Katharina“ ist die erste gotisch konzipierte Kathedrale auf deutschem Boden, einer der größten Kirchenbauten Deutschlands überhaupt. Unübersehbar für Besucher reiht sich die „Grüne Zitadelle“, eines der letzten architektonischen Werke des Künstlers Friedensreich Hundertwasser, in das Ensemble von barocken Fassaden und modernem Design. Bei einer ausgiebigen Stadtführung im Anschluss erhielt die Besuchergruppe des Fördervereins eine Fülle von Daten und Fakten. So erfuhr man, dass 90 Prozent der Stadt bei einem Luftangriff im Januar 1945 fast komplett zerstört wurden. Ein geschichtlicher Blick weit zurück offenbarte, dass zu den historisch bedeutendsten Persönlichkeiten der Stadt der erste Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Otto I., sowie ihr Bürgermeister Otto von Guericke gehören. Die Ottostadt beeindruckte durch unerwartete und noch nicht bekannte Einblicke.

Überraschende Begegnung: Der Fuldaer Bischof Gerber und Raymond Walk.
Nicht zuletzt gab es noch eine überraschende Begegnung in der St. Sebastian Kathedrale mit Bischof Dr. Michael Gerber, der dort in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz am Requiem für Magdeburgs Alt-Bischof Leopold Nowak (97 Jahre) teilnahm. Vom Fuldaer Bischof war zu erfahren, dass er die heimische Rhön sowie und die Gedenkstätte Point Alpha inzwischen gut kenne. Das Schneefest in Schleid sowie das 400-jährige Jubiläum der Gangolfikapelle in Geisa seien bereits für 2026 fest in seinem Terminkalender eingetragen. Selbstredend, dass Raymond Walk als Vorsitzender des Fördervereins auch gleich eine Einladung zum traditionsreichen Point-Alpha-Gedenkgottesdienst zu Ehren von Johannes Papst Paul II. aussprach.
Um viele Erfahrungen reicher, trat der Förderverein Point Alpha e.V. nach zwei erfüllten Besuchstagen schließlich die Rückfahrt an. Fazit: Ein rundum gelungener Ausflug mit vielen wertvollen Eindrücken und Gesprächen im vertrauten Kreis der Point-Alpha-Familie, bestens vorbereitet von Organisationschefin Carina Rothmann. Im Herbst geht es dann wieder weiter, wenn die Mitglieder dann zu einer gemeinsamen Wanderung starten.




