Der Point-Alpha-Preis für Verdienste um die deutsche und europäische Einigung in Frieden und Freiheit geht in diesem Jahr an die ehemalige Staatspräsidentin der Republik Litauen Dr. Dalia Grybauskaitė. Der Preis wird ihr in festlichem Rahmen am Sonntag, den 16. Juni 2024, 16 Uhr im US Camp am Point Alpha verliehen. Die Laudatio hält der frühere Staatsminister für Europa Michael Roth MdB. Dies teilt Christian Hirte MdB, Präsident des Kuratoriums Deutsche Einheit e.V., mit. Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen, der Veranstaltung beizuwohnen. Erwartet wird eine Vielzahl an Ehrengästen aus Politik und Gesellschaft.
Zur Begründung der diesjährigen Entscheidung führt Hirte aus, dass sich Grybauskaitė beispielhaft für die europäische Integration und die internationalen Beziehungen ihres Landes einsetzte. Schon in ihrer Zeit als EU-Haushaltskommissarin genoss Grybauskaitė ein hohes Ansehen als zielstrebige und willensstarke Krisenmanagerin. 2009 kehrte Grybauskaitė nach Litauen zurück, nachdem sie zur Staatspräsidentin gewählt worden war. Neben großem Geschick beim Überwinden einer schweren Wirtschaftskrise machte sie sich insbesondere auf diplomatischem Parkett einen Namen als Brückenbauerin, indem sie zwischen Litauens europäischen Nachbarländern und Russland mit klarer Strategie vermittelte und sich stets für
die Wahrung des Friedens auf europäischen Boden einsetzte. Die von Grybauskaitė geprägte Stabilität und Westbindung zur Unterstützung der Unabhängigkeit Litauens sei in diesen Tagen von besonderer Relevanz, betont Hirte. „In direkter Nachbarschaft zu Russland ist Litauen ein wichtiger NATO-Partner für uns geworden.“
Der Vorsitzende des Stiftungsrates der Point Alpha Stiftung, Dr. Stefan Heck MdB, freut sich auf die Verleihung und das Kennenlernen einer würdigen Preisträgerin. „In stürmischen Zeiten sind die Botschaften, die vom Begegnungs- und Lernort Point Alpha ausgehen, mehr denn je ein Schlüssel für das Verständnis unserer grundlegenden Werte und für das Engagement in der demokratischen Gesellschaft.” Auch die Preisträgerin verfolge diese Ziele und habe sich in ihrer Heimat intensiv für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit und für eine schnelle Anbindung an Europa und die NATO eingesetzt. Dabei sei sie stets standfest gegenüber Russland geblieben.
Hintergrund:
Der Point-Alpha-Preis wird zum 15. Mal seit 2005 verliehen. Erstmals wurden der ehemalige US-Präsidenten George Bush sen., der ehemalige sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow sowie der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl auf Point Alpha mit dem Preis ausgezeichnet. Zuletzt erhielt 2023 die Internationale Paneuropa-Union die Auszeichnung. Der Preis wird für Verdienste um die Deutsche Einheit und die europäische Einigung in Frieden und Freiheit verliehen. Er würdigt die Verdienste in der Vergangenheit und möchte zugleich in die Zukunft weisen. Insbesondere jungen Menschen sollen Vorbilder gegeben, ihnen Hoffnung und Mut gemacht werden. Der Preis soll sie ermuntern, wachsam zu sein, sich aktiv einzumischen und die Demokratie mitzugestalten, damit Einheit und Frieden dauerhaft erhalten bleiben – in Deutschland und in Europa. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.




