Schwieriger Beginn

Im Zuge der Entwicklungen nach der Grenzöffnung räumte das 11. Armored Cavalry Regiment „Blackhorse" im Verlauf des Jahres 1991 den Beobachtungsposten Point Alpha. Der Stützpunkt ging in die Bundesvermögensverwaltung über. Schon bald danach gründete sich der Förderverein „Regenbogen" mit primär künstlerischem Anspruch und der Idee, die frühere innerdeutsche Grenze mit all ihren Insignien museal aufzubereiten. Diesem Vorhaben war jedoch kein Erfolg beschieden und der Verein löste sich 1993 auf.

Neue Strukturen

Von 1992 bis 1995 wurde Point Alpha als Asylbewerberunterkunft genutzt. Nach Beendigung dieser Nutzung befand sich Point Alpha vor allem baulich in einem trostlosen Zustand und es gab nicht Wenige, die eine Renaturierung forderten. Nur dem Einschreiten geschichtsbewusster, engagierter Bürger aus der Region war es zu verdanken, dass Point Alpha „überlebte". Der Gesamtkomplex wurde schließlich unter Denkmalschutz gestellt. Der 1995 gegründete Trägerverein Grenzmuseum Rhön „Point Alpha" e. V. konzentrierte sich zunächst darauf, die bauliche Substanz zu restaurieren und zu erhalten. 1997 konnte eine erste Ausstellung zur Thematik „Deutsche Teilung" dem Besucher zugänglich gemacht werden.

Die Erfolge

Dem Förderverein gelang es später, öffentliche Unterstützung und Fördergelder dafür zu bekommen, direkt auf dem Todesstreifen das „Haus auf der Grenze" zu bauen, um dort die Geschichte des DDR-Grenzregimes darstellen zu können. Die Dauerausstellung wurde 2005 eröffnet. Nur zwei Jahre später konnte im US-Camp eine weitere neue Dauerausstellung eröffnet werden, die sich mit den amerikanischen Leistungen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auseinandersetzt. Schließlich erreichte der Förderverein mit seinem Engagement, dass zur Pflege und Bewahrung von Point Alpha wie zum Aufbau einer wissenschaftlich fundierten Bildungsarbeit rund um die Themenkomplexe der Gedenkstätte zum 01. Januar 2008 die Point Alpha Stiftung eingerichtet wurde. Heute sieht der Förderverein seine Aufgabe unter anderem darin, weitere Unterstützer für Point Alpha zu gewinnen und der Stiftung beratend zur Seite zu stehen.