Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Vortrag und Diskussion: 70 Jahre “Aktion Ungeziefer”

12. April um 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr

Kostenlos
Während der Zwangsaussiedlungen an der Innerdeutschen Grenze wurden Menschen aus dem Sperrgebiet gewaltsam vertrieben, ihre Höfe und Häuser teilweise geschleift. Im Haus auf der Grenze sind diese Ereignisse und ihre Folgen ausführlich dokumentiert.

Das SED-Regime der DDR raubte mit den Zwangsaussiedlungen aus dem Sperrgebiet der DDR den Menschen nicht nur ihr Eigentum, sondern entriss sie insbesondere aus ihrer Heimat. Dieses grobe Unrecht und das Leid der Betroffenen begann vor 70 Jahren mit der „Aktion Ungeziefer“. Die damaligen Ereignisse und deren Folgen stehen im Mittelpunkt eines Vortrages der Point Alpha Stiftung am Dienstag 12. April im Haus auf der Grenze. Beginn der Veranstaltung ist um 18.30 Uhr, der Eintritt ist nach vorheriger Anmeldung frei.

Mit Dr. Anke Geier, Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Behörde Thüringer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA), nimmt eine ausgewiesene Expertin dieses spannende Thema in den Blick. Nur wenige Jahre nach dem Holocaust setzte die DDR-Obrigkeit eine spezifische Gruppe von Menschen mit Schädlingen gleich und startete im Jahr 1952 unter dem Decknamen „Ungeziefer“ eine rigorose und rücksichtslose Vertreibung von Bewohnern aus dem sogenannten „Sperrgebiet“, auch in der Rhön und im Geisaer Amt.

So frappierend die Wortwahl der generalstabsmäßig angelegten Operation auch war, so deutlich unterschieden sich die Folgen für die betroffenen Menschen am Ende doch. Trotzdem blieben die Zwangsaussiedlungen aus dem Grenzgebiet für Bürger der DDR häufig ein lebenslanges Trauma. Aufgrund willkürlicher Entscheidungen oder gar böswilliger Denunziationen verloren die Betroffenen sprichwörtlich von einem auf den anderen Tag Haus und Hof sowie ihre vertraute Umgebung, Familie und Freunde. Unter Vortäuschung falscher Tatsachen wurden sie in grenzferne Gebiete im Landesinneren umgesiedelt, wo sie bereits vorab von örtlichen Behörden als Kriminelle aus dem Grenzgebiet gebrandmarkt ankamen. Eine weitere große Enteignungs- und Umsiedlungswelle folgte im Jahr 1961. Dieser Terror wurde bis zur Wiedervereinigung totgeschwiegen.

Tickets

Die folgenden Nummern enthalten Tickets für diese Veranstaltung bereits in Ihrem Warenkorb. Wenn Sie auf "Tickets abrufen" klicken, können Sie alle vorhandenen Teilnehmerinformationen bearbeiten und die Ticketmengen ändern.
Tickets sind nicht länger verfügbar

Details

Datum:
12. April
Zeit:
18:30 Uhr bis 20:00 Uhr
Eintritt:
Kostenlos
Kategorie:
Veranstaltung-Tags:
, ,

Veranstaltungsort

Haus auf der Grenze
Platz der Deutschen Einheit 1
36419 Geisa, Thüringen
Telefon:
06651 / 91 90 30

Veranstalter

Point Alpha Stiftung
Telefon:
06651 919030
E-Mail:
veranstaltungen@pointalpha.com