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Sonderausstellung: „Durch Blick” – Skulpturen und Gemälde von Dr. Ulrich Barnickel

9. März 2025 um 10:00 Uhr bis 11. Mai 2025 um 18:00 Uhr

Offene Formen, die den Betrachter zum Durchblicken einladen, sind ein besonderes Kennzeichen der monumentalen und gleichzeitig filigranen Skulpturen von Dr. phil. Ulrich Barnickel. Unter dem Titel „Durch Blick“ lädt die Point Alpha Stiftung zu einem künstlerischen Ereignis von außerordentlichem Rang ein. Zu sehen sind Skulpturen und Gemälde des renommierten Metallbildhauers, Designers und Philosophen im Haus auf der Grenze.

Mit den Kunstobjekten entstehen neue Sichtweisen, die zum Nach- und Weiterdenken sowie zum Diskutieren einladen. Ähnliches gilt für seine Gemälde, mit denen der Künstler Einblicke in seine Wahrnehmungen und Stimmungen gewährt. Barnickel selbst wird zur Eröffnung um 15 Uhr durch die Schau führen. Interessierte sind bei regulärem Gedenkstätteneintritt willkommen. Zweifelsohne ein Blickfang ist die „Apokalypse“, die Metallsculptur und Video zu einem Ganzen vereint. Die Figuren sind hier in einem ausweglosen „Circulus vitiosus“ gefangen. Mit dieser Darstellung weist die Botschaft der Apokalypse Barnickels über das Religiöse hinaus und wird zu einer gesellschaftlichen Allegorie. Dabei fragt man sich im Jahr 2025 unweigerlich: Wie weit sind wir tatsächlich schon hineingeraten in Barnickels Vision?

Der Künstler Ulrich Barnickel führt zur Eröffnung durch die Ausstellung.

Der Künstler Ulrich Barnickel.

Barnickel wurde in Weimar geboren. Nach einer Lehre zum Schmied begann sein künstlerischer Weg mit dem Studium zum Metallbildhauer an der berühmten Burg Giebichenstein bei Halle. 1984 wurde er vom DDR-Regime ausgebürgert. Seit 1987 lebt er im hessischen Schlitz in der ehemaligen Lochkartenfabrik, die für den Computerpionier Konrad Zuse produzierte. Das wohl bekannteste Hauptwerk, der „Weg der Hoffnung” mit den 14 überdimensionalen Skulpturen, steht auf dem ehemaligen Kolonnenweg der innerdeutschen Grenze an der Gedenkstätte Point Alpha, ein eigenständiger Versuch der Aufarbeitung der leidvollen deutschen Geschichte. Doch nicht nur zwischen Rasdorf und Geisa, sondern weltweit können im öffentlichen Raum Arbeiten Barnickels betrachtet werden. Die Sonderausstellung „Durch Blick“ läuft bis zum 11. Mai und kann täglich zu den regulären Öffnungszeiten der Gedenkstätte besichtigt werden.

Darüber hinaus findet am Sonntag, den 6. April, um 11.30 Uhr, zur Halbzeit der Ausstellung noch einmal eine öffentliche Veranstaltung (Midissage) am 70. Geburtstag des Künstlers statt. Der Jubilar wird dann eingehend über die Basis und die Zusammenhänge seiner Arbeiten und sicherlich auch über seine Erfahrungen, sein Leben und seine Denkweise erzählen. Erstmals vorstellen wird er dort auch sein neues autobiografisches Buch „Handwerker, Denker, Künstler – Von der Apokalypse zur Hoffnung“.

Details

  • Beginn: 9. März 2025 um 10:00 Uhr
  • Ende: 11. Mai 2025 um 18:00 Uhr

Veranstaltungsort

Veranstalter