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50 Jahre RAF-Anschläge auf die US-Hauptquartiere

10. März um 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr

Kostenlos
Das Sternenbanner stand vor allem Anfang der 70er im Fadenkreuz deutschen RAF-Terroristen. Foto: Point Alpha

Die Mai-Offensive war eine Reihe von sechs terroristischen Sprengstoffanschlägen, die die linksextreme Rote Armee Fraktion (RAF) 1972 in der Bundesrepublik verübte. Zwei der Anschläge richteten sich gegen Militäreinrichtungen der USA. 50 Jahre ist das nun her. Ein Vortrag der Point Alpha Stiftung widmet sich dem Ablauf dieser beiden Attentate und den Folgen, auch für das deutsch-amerikanische Verhältnis. Der Referent des Abends ist Wolfgang Kraushaar, einer der profiliertesten Forscher zur Geschichte des linksmotivierten Extremismus und Verfasser des Buchs „Die RAF und der linke Terrorismus”. Beginn der Veranstaltung ist um 18.30 Uhr, der Eintritt bei vorheriger Anmeldung ist frei.

Drei Bomben detonieren 11. Mai vor dem I.G.-Farben-Haus in Frankfurt am Main und töten einen Offizier des V. US-Korps. 13 weitere Personen werden durch die Explosion verletzt. Es ist der erste Terroranschlag der sogenannten ersten Generation von RAF-Mitgliedern auf staatliche beziehungsweise US-amerikanische Einrichtungen in Deutschland. Und zugleich der erste, bei dem ein Mensch ums Leben kommt. Doch damit ist den Attacken noch kein Ende gesetzt. Am 15. Mai tötet ein Bombenanschlag auf das US-Hauptquartier in Heidelberg drei Personen. Es ist ein Teil einer langen Serie von Mordanschlägen und Sprengstoffattentaten, die insgesamt 33 Todesopfer fordern und über 200 Verletzte nach sich ziehen wird.

Die parallele Polizeifahndung führte bis Juli 1972 zur Festnahme von zehn Gründungsmitgliedern der RAF, von denen einige beim Stammheim-Prozess (1975–1976) als Haupttäter überführt und verurteilt wurden, darunter die Drahtzieher Gudrun Ensslin, Andreas Baader und Jan-Carl Raspe. Es bleibt jedoch ungeklärt, wer für welchen Teil der Tat verantwortlich ist, und ob weitere Personen an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt waren. Weitere der Täter sind noch heute auf der Flucht.

Die Ursprünge der RAF liegen in der 68er-Bewegung. Zunächst als Baader-Meinhof-Bande bezeichnet, entwickelt sich die Rote Armee Fraktion schnell zur brutalen Terrorgruppe. Das Ziel:  Veränderung des politischen Systems – auch mit Gewalt. Nach fast 30 Jahren löst sie sich 1998 auf.

Kooperationspartner der Veranstaltung ist die Hessische Landeszentrale für politische Bildung. Der Eintritt ist frei, es gilt die 2Gplus-Regel.

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Details

Datum:
10. März
Zeit:
18:30 Uhr bis 20:00 Uhr
Eintritt:
Kostenlos
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Veranstaltungsort

Haus auf der Grenze
Platz der Deutschen Einheit 1
36419 Geisa, Thüringen
Telefon:
06651 / 91 90 30

Veranstalter

Point Alpha Stiftung
Telefon:
06651 919030
E-Mail:
veranstaltungen@pointalpha.com