Während die Deutschen die Teilung ihres Landes vor mehr als drei Jahrzehnten überwunden und die Wiedervereinigung gefeiert haben, ist der Schmerz auf der koreanischen Halbinsel bis heute präsent. Als Ergebnis des Koreakrieges (1950-1953) entstand eine hermetisch abgesicherte Grenze, die Nord- und Südkorea bis heute voneinander trennt. Parallelen zwischen der deutschen und koreanischen Geschichte lassen sich nicht nur anhand der Grenzbefestigungen erkennen. Die Geschehnisse der frühen 1950er Jahre in Fernost hatten konkrete Folgen für die (west-)deutsche Politik und die erste Zuspitzung des Kalten Krieges.
Doch wie blicken die Menschen in Korea heute, 73 Jahre nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandsvertrages, auf eine mögliche Wiedervereinigung? Spielt diese Überlegung überhaupt noch eine Rolle, abseits öffentlichkeitswirksamer Symbole? Während der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un ein Mahnmal zur Wiedervereinigung Koreas im Jahr 2024 abreisen ließ, gibt es von südkoreanischen Politikerinnen und Politikern immer wieder neue Ansätze und Ideen zur Überwindung der Teilung. Sie nehmen dabei häufig Bezug auf die Wiedervereinigung Deutschlands nach der Friedlichen Revolution. Doch inwieweit sich Konzepte daraus für Korea ableiten lassen, bleibt unter Expertinnen und Experten umstritten.
In der Tagung „Der ewige Krieg. Vom Koreakrieg zur Gegenwartspolitik der geteilten Halbinsel“ wollen wir uns über diese und viele andere Fragen austauschen. In Kooperation mit dem Zukunftsforum für Korea e.V. bieten wir für Interessierte ein vielschichtiges Programm mit Referentinnen und Referenten an, die sowohl die historische Dimension als auch aktuelle Fragen sowie Bezugnahmen auf die deutsche Geschichte gemeinsam diskutieren wollen.
Die Teilnahme an der Tagung am Fr., 29.05.2026 ab 15 Uhr im Haus auf der Grenze ist kostenfrei. Eine Anmeldung per E-Mail an service@pointalpha.com oder telefonisch unter 06651/919030 ist erforderlich. Bitte beachten Sie, dass ein Vortrag in englischer Sprache gehalten wird.




