Deutscher Text
Der M60A3 gehörte zu den wichtigsten amerikanischen Kampfpanzern der letzten Phase des Kalten Krieges. Er entstand als Weiterentwicklung der seit 1960 eingesetzten M60-Baureihe und sollte den immer leistungsfähigeren sowjetischen Kampfpanzern begegnen. Seine Hauptbewaffnung war eine 105-Millimeter-Kanone. Ein Dieselmotor mit rund 750 PS bewegte das mehr als 50 Tonnen schwere Fahrzeug. Die Besatzung bestand aus vier Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze und Ladeschütze. Im Inneren des Panzers arbeiteten sie auf engstem Raum zusammen. Der Fahrer saß vorne in der Wanne, die übrigen drei Besatzungsmitglieder befanden sich im Turm.Die wichtigste Verbesserung des M60A3 lag nicht in einer stärkeren Kanone, sondern in seiner Feuerleittechnik. Ein Laserentfernungsmesser und ein elektronischer Ballistikrechner ermöglichten es, Entfernungen schneller zu bestimmen und die Kanone genauer auszurichten. Er verfügte außerdem über ein Wärmebildgerät, mit dem Ziele auch bei Dunkelheit oder schlechter Sicht erkannt werden konnten. In der Bundesrepublik waren amerikanische Panzerverbände Teil der Vorneverteidigung der NATO. Bei einem Angriff des Warschauer Paktes sollten sie den Vormarsch aufhalten oder zumindest so lange verzögern, bis weitere Truppen eintrafen. Der M60A3 verkörpert damit einen grundlegenden Widerspruch des Kalten Krieges: Er wurde für den Einsatz in einem möglichen Krieg entwickelt – und sollte zugleich durch seine bloße Präsenz dazu beitragen, dass dieser Krieg niemals begann.

