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Deutscher Text

Der M113A2 gehörte zu den am weitesten verbreiteten Kettenfahrzeugen der US Army während der letzten Phase des Kalten Krieges. Die ursprüngliche Version des M113 war Anfang der 1960er-Jahre eingeführt worden. Mit seiner einfachen Konstruktion, seiner Geländegängigkeit und seinem großen Innenraum bildete das Fahrzeug die Grundlage für eine ganze Familie gepanzerter Transport- und Unterstützungsfahrzeuge. Die Ausführung M113A2 war eine technisch verbesserte Weiterentwicklung. Eine leistungsfähigere Kühlung sollte die Lebensdauer des Motors erhöhen. Veränderungen an Federung, Stoßdämpfern und Laufwerk verbesserten die Geländegängigkeit, die Zuverlässigkeit und den Fahrkomfort. Ein Dieselmotor mit rund 210 PS beschleunigte das etwa zwölf Tonnen schwere Fahrzeug auf mehr als 60 Kilometer pro Stunde. Der Fahrer saß vorne links neben dem Motorraum. Hinter ihm befand sich der Platz des Fahrzeugkommandanten. Im hinteren Mannschaftsraum konnten weitere Soldaten mit ihrer persönlichen Ausrüstung transportiert werden. Über eine große hydraulische Rampe am Heck konnten sie das Fahrzeug schnell verlassen. Insgesamt war der M113A2 für bis zu 13 Personen einschließlich des Fahrers ausgelegt.

Die Wanne bestand aus einer speziellen Aluminiumlegierung. Dadurch war der M113A2 vergleichsweise leicht und sogar schwimmfähig. Im Wasser wurde er durch die Bewegung seiner Ketten angetrieben. Die Panzerung schützte die Insassen vor Gewehrfeuer und Splittern, bot jedoch nur begrenzten Schutz gegen schwere Maschinenwaffen, Panzerabwehrwaffen oder Minen. Der M113A2 war deshalb kein Kampfpanzer und auch kein Schützenpanzer, der für ein längeres Gefecht mit feindlichen Panzerfahrzeugen ausgelegt war. Seine Hauptaufgabe bestand darin, Soldaten geschützt in den Einsatzraum zu bringen. Zur Selbstverteidigung trug die amerikanische Standardausführung ein schweres Maschinengewehr vom Kaliber 12,7 Millimeter. Es war auf der Kommandantenluke angebracht und konnte gegen Soldaten, ungepanzerte Fahrzeuge und tief fliegende Luftziele eingesetzt werden. Der Schütze musste das Maschinengewehr jedoch im Freien bedienen und war dabei nur begrenzt geschützt. Die US Army nutzte das Fahrgestell des M113 für zahlreiche Aufgaben. Neben dem Mannschaftstransporter entstanden unter anderem Führungsfahrzeuge, Mörserträger, Sanitätsfahrzeuge, Bergefahrzeuge und Träger für Flugabwehr- oder Panzerabwehrwaffen. Diese Vielseitigkeit machte die M113-Familie zu einem wichtigen Bestandteil amerikanischer mechanisierter Verbände.

In einem möglichen Krieg in Mitteleuropa hätte der M113A2 gemeinsam mit Kampfpanzern und anderen Gefechtsfahrzeugen operiert. Während Panzer wie der M60A3 feindliche Panzer bekämpfen sollten, brachte der M113A2 Infanteristen, Pioniere oder Unterstützungskräfte in den Gefechtsraum. Seine Beweglichkeit ermöglichte es den Soldaten, mit den gepanzerten Verbänden Schritt zu halten. Gegenüber den neueren Kampfpanzern M1 Abrams und den Schützenpanzern M2 Bradley erwiesen sich die Motorleistung und der Schutz des M113A2 allerdings zunehmend als unzureichend. Der M113A2 steht damit für eine weniger auffällige, aber unverzichtbare Seite der militärischen Abschreckung: Moderne Kampfpanzer konnten nur gemeinsam mit Infanterie, Führungsstellen, Sanitätsdiensten und Versorgungskräften eingesetzt werden. Der gepanzerte Mannschaftstransporter sollte diese Soldaten beweglich halten und ihnen zumindest einen grundlegenden Schutz auf dem Gefechtsfeld bieten.

English text

The M113A2 was one of the most widely used tracked vehicles in the US Army during the final phase of the Cold War. The original version of the M113 had entered service in the early 1960s. Its simple construction, cross-country mobility and spacious interior made it the basis for an entire family of armoured transport and support vehicles. The M113A2 was a technically improved version. A more efficient cooling system was intended to extend the service life of the engine. Modifications to the suspension, shock absorbers and running gear improved its cross-country performance, reliability and ride comfort. A diesel engine producing around 210 horsepower gave the approximately twelve-tonne vehicle a top speed of more than 60 kilometres per hour.

The driver was seated at the front left, next to the engine compartment. The vehicle commander’s position was located behind him. Additional soldiers and their personal equipment could be carried in the rear troop compartment. A large hydraulically operated ramp at the back allowed them to leave the vehicle quickly. In total, the M113A2 was designed to carry up to 13 people, including the driver. The hull was made from a special aluminium alloy. This made the M113A2 comparatively light and even amphibious. In the water, it was propelled by the movement of its tracks. The armour protected the occupants against rifle fire and shell fragments, but offered only limited protection against heavy machine guns, anti-tank weapons or mines. The M113A2 was therefore neither a main battle tank nor an infantry fighting vehicle designed for prolonged combat against enemy armoured vehicles. Its primary role was to transport soldiers into the operational area under armour protection. For self-defence, the standard American version was armed with a 12.7 mm heavy machine gun. Mounted on the commander’s hatch, it could be used against soldiers, unarmoured vehicles and low-flying aircraft. However, the gunner had to operate the weapon while exposed and was therefore only partially protected.

The US Army used the M113 chassis for a wide range of purposes. In addition to the armoured personnel carrier, variants included command vehicles, mortar carriers, ambulances, recovery vehicles and platforms for anti-aircraft or anti-tank weapons. This versatility made the M113 family an important component of American mechanised formations. In a possible war in Central Europe, the M113A2 would have operated alongside main battle tanks and other combat vehicles. While tanks such as the M60A3 were intended to engage enemy armour, the M113A2 transported infantry, engineers and support personnel into the combat zone. Its mobility enabled these soldiers to keep pace with armoured formations. Compared with the newer M1 Abrams main battle tank and the M2 Bradley infantry fighting vehicle, however, the M113A2’s engine performance and level of protection increasingly proved inadequate. The M113A2 thus represents a less conspicuous but indispensable aspect of military deterrence. Modern main battle tanks could only operate effectively in conjunction with infantry, command posts, medical services and supply units. The armoured personnel carrier was intended to keep these soldiers mobile while providing them with at least a basic level of protection on the battlefield.