
Das US Camp -Erinnerungskultur im Nationalen Naturmonument “Grünes Band Hessen”. Foto: Birgit Konrad
Aufarbeitung, Erinnerung und Bildung – diesen Aufgaben an einem historischen Ort widmet sich die Point Alpha Stiftung auch im 35. Jahr der Grenzöffnung mit ungebrochener Intensität. Wichtige Unterstützung für verschiedene Projekte kommt jetzt dafür aus dem hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU). Staatssekretär Michael Ruhl (CDU) war zu Besuch im US Camp und überreichte dem Point-Alpha-Vorstand Philipp Metzler einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 58.800 Euro. Vergeben werden die Mittel im Zuge des Gebietsmanagements im Nationalen Naturmonument „Grünes Band Hessen“.
Die Gedenkstätte Point Alpha hat mit ihrem Alleinstellungsmerkmal des ehemaligen „Observation Post Alpha“ eine besondere Bedeutung am Grünen Band und ist über die Region hinaus ein wesentlicher Akteur der kulturhistorischen Bildung. „Mit diesem Betrag sowie mit zusätzlichen Eigenmitteln möchte die Point Alpha Stiftung den Bestand und die Substanz des authentischen Geschichtsortes sichern und die Inhalte für die Zukunft weiterentwickeln“, betont Metzler. Die Investitionen seien für die Bildung und den Service der Besucher von unverzichtbarer Bedeutung. Geplant seien unter anderem in Bezug auf die Ausstattung der Ausstellungs-Baracken A und B die Renovierung von Fassadenelementen und die Modernisierung der Schulungsräume.

Rundgang durch die Ausstellung “Everday Life” im US Camp. Foto: Johannes Schneider
„Durch das museale Konzept der Point Alpha Stiftung wird die Bedeutung der ehemaligen Grenze und die deutsche sowie europäische Geschichte erlebbar“, unterstreicht der hessische Staatssekretär. Neben den Aspekten des außerschulischen Lernortes sei die Gedenkstätte auch ein
Besuchermagnet in der Region, der dazu führe, dass das öffentliche Interesse am Nationalen Naturmonument „Grünes Band Hessen“ geweckt und eine positive Haltung dem gegenüber in der Bevölkerung gestärkt werde. Dies umso mehr, so Michael Ruhl weiter, da der Erhalt des Beobachtungsstützpunktes dem Engagement der Bevölkerung vor Ort zu verdanken sei. „Eine Förderung der Vorhaben aus den für das Gebietsmanagement zur Verfügung stehenden Mitteln ist daher empfehlenswert“, erklärt Ruhl. Es liege im erheblichen Interesse des Landes Hessen das Grüne Band als länderübergreifendes lebendiges Zeugnis der Geschichte und als wertvolles Biotop in dieser Kombination zu bestärken.




