Deutscher Text
Sprecher 1: Mein Name ist Lieutenant Colonel James Tutwiler. Ich war von 1972 bis 1974 mit der ersten Schwadron des 11th Armored Cavalry Regiments in Fulda stationiert. Was sollte man damals mit seiner freien Zeit anstellen? Der diensthabende Kommandeur hier am OP Alpha hatte eigentlich keine Freizeit. Wir arbeiteten sieben Tage die Woche, oft 12 bis 14 Stunden am Tag. Aber unsere Freizeiträume waren gut ausgestattet. Natürlich hätten wir die Computerspiele und Smartphones gut gebrauchen können, die es heute überall gibt. Um ehrlich zu sein, das Essen hier am OP Alpha war damals nicht besonders gut. Einer der Höhepunkte, an den ich mich immer erinnere, wenn ich an OP Alpha denke, war allerdings Weihnachten. Wir brachten eine Armeekapelle zum OP und die spielte Weihnachtslieder. Das hörte man auch im Osten. Im Gegenzug brachten uns die Dorfbewohner auf der Ostseite über den Stacheldraht hinweg ein Weihnachtsständchen dar.
Sprecher 2: Mein Name ist Major Robert Hurley. Von 1978 bis 1980 war ich dem 11th Armored Cavalry Regiment zugeteilt und in Fulda stationiert. Ich würde sagen, wir hatten während unseres Einsatzes sehr wenig Freizeit. Wenn wir nicht auf Patrouille waren, konnten wir fernsehen oder Radio hören. Zeitschriften oder Bücher standen zum Lesen zur Verfügung, ebenso Spielkarten, Briefpapier und Stifte. Wir hatten auch einen Platz hinter dem Freizeitraum, wo wir Volleyball oder Basketball spielen konnten. Die Spielfelder waren ähnlich wie die in Fulda, und ich fand sie hervorragend. Es gab nicht viel Kontakt zu den deutschen Zivilisten rund um OP Alpha. Dort, wo ich in Steinhaus bei Fulda wohnte, konnte ich jedoch viele deutsche Freunde finden.
Sprecher 3: Mein Name ist Private First Class Paul Kurzweg. Ich war von 1978 bis 1981 in der C-Kompanie, erste Schwadron, 11th Armored Cavalry Regiment. Es kam nicht sehr oft vor, dass man frei hatte. Wenn wir etwas Freizeit hatten, gab es einen Aufenthaltsraum, in dem wir alte Fernsehsendungen schauen, Kartenspiele spielen oder Bücher lesen konnten. Wenn das Wetter es zuließ, spielten wir Football hinter den Baracken. Die Fernsehsendungen waren meist etwa einen Monat alt, aber es war interessant zu sehen, wie sich die Dinge im Laufe der Zeit veränderten. Ich erinnere mich, dass man keine zivilen Telefone benutzen durfte. Das hatte Sicherheitsgründe, also schrieben wir alle viele Briefe nach Hause. Während meiner vierjährigen Dienstzeit beim 11th Armored Cavalry Regiment und während meines Einsatzes am OP Alpha hatte ich Glück. Es gab zwei United Service Organization-Shows. Eine war mit Playboy, und die andere mit einem Cheerleader-Team, aber ich erinnere mich nicht mehr an den Namen der Mannschaft.
Oh ja, das Essen. Ich glaube, wir hatten die besten Köche in der ganzen NATO. Wir hatten zwei Köche und einen zivilen Helfer, so etwas wie einen Küchenhelfer oder Abwäscher. Ich erinnere mich nicht mehr an seinen Namen, aber ich weiß, dass er ein Mann aus der Region war, ein Deutscher. Er machte Omeletts zum Frühstück und immer ein hervorragendes Abendessen, je nachdem, wie unser Dienstplan aussah. Zum Mittagessen bekamen wir entweder ein Lunchpaket oder Feld-Rationen. Wenn die Köche wussten, dass man Geburtstag hatte, backten sie einen Kuchen oder bereiteten vielleicht dein Lieblingsessen zu.

