Sprecher 1: Mein Name ist First Lieutenant John H. Weckerling. Ich war von September 1956 bis Juli 1960 mit der ersten Schwadron des 14th Armored Cavalry Regiments in Fulda. Das 14th ACR war früher hier stationiert, noch vor dem 11th ACR. Sie lösten uns ab und übernahmen den Beobachtungsdienst. Stellen Sie sich vor, in diesen Jahren gab es in unserem Sektor keine festen Gebäude. Es gab keine Baracken, rein gar nichts. Wenn wir Dienst hatten, beobachteten wir Ostdeutschland aus Bunkern in der Nähe des heutigen Point Alpha. Man muss sich vorstellen, dass ein Bunker im Grunde nur ein Loch im Boden war. Darüber lag als Dach ein Metall oder Holz und darauf lagen wiederum Sandsäcke. Die Bunker waren jeden Tag besetzt, egal wie das Wetter war, bei Tag oder bei Nacht, ob Weihnachten war oder was auch immer. Zu dieser Zeit wurden wir immer direkt von den Downs Barracks in Fulda eingesetzt, und zwar immer für 24-Stunden-Schichten. Es gab mehrere Bunker in unserem Grenzabschnitt. Der nächstgelegene war bei Tann. Wir benutzten Ferngläser und ein kleines Fernrohr auf einem Stativ, um die Grenze zu beobachten. Unsere Beobachtungen meldeten wir per Funk nach Fulda. Die Funkverbindungen waren oft schlecht, sodass wir über eine Relaisstation auf der Wasserkuppe funken mussten. Der Dienst hier draußen war wirklich hart. Es war oft bitterkalt, und wir hatten keinerlei Annehmlichkeiten in den Bunkern, nur diese provisorischen Gräben. Die verantwortlichen Offiziere waren der Meinung, dass wir unter diesen Bedingungen besser beobachten konnten.
Sprecher 2: Mein Name ist Captain Michael Barbero, United States Army, und ich war von März 1987 bis Juni 1990 mit der ersten Schwadron des 11th Armored Cavalry Regiments in Fulda stationiert. In dieser Zeit war ich Adjutant der Schwadron, Fuhrpark-Offizier der Schwadron und Kommandeur der B-Kompanie. Der Dienst an der Grenze war für die Soldaten von äußerst großer Bedeutung. Er gab den Soldaten Pflichtgefühl und ihren Einsätzen einen Sinn. Wir lebten so, als würden wir in den Krieg ziehen. Der Dienst an der Grenze schuf einen Zusammenhalt innerhalb der Einheit, der sich in heutigen Kampfeinheiten nur schwer reproduzieren lässt. Der Beobachtungsturm war für den Beobachtungsdienst sehr wichtig. Der Turm im OP Alpha war rund um die Uhr besetzt. Eine Schicht bestand aus zwei- oder drei-Mann-Teams. Wir überwachten das Grenzgebiet mit den leistungsfähigen Zieloptiken der Panzerabwehrrakete TOW, die bei Tag und Nacht eingesetzt werden konnten, mit Bodenradar und mit Ferngläsern.
Sprecher 3: Mein Name ist Captain Dave McMan. Ich war von 1982 bis 1985 mit der ersten Schwadron des 11th Armored Cavalry Regiments in Fulda stationiert, als ich hier am OP Alpha war. Normalerweise waren wir in drei Schichten organisiert. Wir hatten die Turmbesatzung, das Operationszentrum des Turms und eine schnelle Eingreiftruppe, bestehend aus einer Gruppe und der Grenzpatrouille. Unser Operationszentrum hielt die Verbindung zum Grenzoperationszentrum der Schwadron in Fulda, sodass wir unsere Grenzpatrouillen koordinieren konnten. Wir führten täglich eine Patrouille mit zwei Jeeps durch und gelegentlich zusätzlich eine Fußpatrouille, bestehend aus einer Gruppe von fünf bis sechs Soldaten. Wir versuchten, die Zeiten der Patrouillen zu variieren, um kein erkennbares Muster entstehen zu lassen. Die erste Schwadron, der ich angehörte, war für die Sicherung von 127 Kilometern Grenze verantwortlich. Das Regiment führte außerdem täglich Luftaufklärungsflüge entlang der Grenze mit Hubschraubern durch. Im Jahr 1984 stürzte während eines meiner Patrouillengänge ein russischer Mi-24-Hubschrauber nördlich des OP ab, während er einen US-Hubschrauber auf unserer Seite der Grenze beschattete. Russische Soldaten errichteten schnell einen Sichtschutzzaun um die Absturzstelle, sodass man nichts sehen konnte. Als der Zaun später entfernt wurde, waren alle Spuren des Absturzes beseitigt. Sie hatten sogar den Boden umgepflügt, um verbranntes Gras und Gestrüpp zu entfernen. Bei Patrouillen sahen wir häufig, wie der Wind, Vögel oder kleine Tiere die SM-70-Minen an der Zaunanlage auslösten, weil sie die an den Minen befestigten Drähte berührten. Um 1984 herum entfernten die Ostdeutschen die Minen vom grenznahen Zaun als Teil eines propagandistischen Manövers.

