Sprecher 1: Mein Name ist Captain Dave McMahon. Ich war von 1982 bis 1985 mit der ersten Schwadron des 11th Armored Cavalry Regiments in Fulda stationiert. Ich erinnere mich eigentlich nicht mehr an viel von dem, was ich in meiner Freizeit gemacht habe. Vielleicht lag das daran, dass ich hier nur sehr wenig Freizeit hatte. Woran ich mich jedoch sehr gut erinnere, war das Essen. Es war ausgezeichnet. OP Alpha hatte eine eigene Truppenküche, und wir hatten ein höheres Budget für Verpflegung als normale Kasernen. Es wurde großer Wert darauf gelegt, dort besseres und abwechslungsreicheres Essen anzubieten als in den Downs Barracks in Fulda. Wir hatten nur wenig Kontakt zur Zivilbevölkerung. Der Ort Rasdorf, direkt in unserer Nähe, lag ebenfalls unmittelbar an der Ein-Kilometer-Zone, in der Auflagen für US-Streitkräfte galten. Wir durften sie nur mit einer Grenzberechtigung oder aus dienstlichen Gründen betreten. Natürlich gingen wir gelegentlich während Grenzstreifen zum Mittagessen ins Café Budenz in Rasdorf. Offiziell hatten wir eine Partnerschaft mit der Gemeinde Rasdorf mit gemeinsamen sozialen Aktivitäten zwei- bis dreimal im Jahr. Ich erinnere mich auch daran, dass wir häufig Besuche von VIPs hatten. Wann immer VIPs mit dem Hubschrauber landeten, schickten die Ostdeutschen ihre Grenzpatrouillen los. Sie stellten sich auf die Westseite des Zauns, aber immer noch auf ostdeutsches Gebiet, und machten Fotos. Sie hatten Kameras mit sehr großen Teleobjektiven, um Bilder von den VIPs zu machen. Es waren immer dieselben drei Soldaten. Vielleicht waren sie die einzigen, denen man traute, sich westlich des Zauns aufzuhalten. Jedenfalls drehten wir ihnen oft demonstrativ den Rücken zu, um die Fotos zu verderben.
Sprecher 2: Mein Name ist Captain Michael Barbero, United States Army, und ich war von März 1987 bis Juni 1990 mit der ersten Schwadron des 11th Armored Cavalry Regiment in Fulda stationiert. Wenn wir Freizeit hatten, konnten wir einen kleinen Fitnessraum nutzen. Wir konnten Filme ansehen und hatten außerdem eine kleine Snackbar, die mit Geldern der Kompanie finanziert wurde. Außerdem konnten wir Basketball spielen. Und ja – das Essen war hervorragend. Es war das beste, das wir je hatten. Die Köche waren wirklich engagiert und planten unsere Mahlzeiten entsprechend dem Rhythmus des Grenzdienstes und der Ausbildung, die die Truppe absolvierte. Während des Grenzdienstes schienen wir alle ständig an Gewicht zuzulegen. Rasdorf, ein Dorf ganz in der Nähe, war eine hervorragende Gemeinde. Sie war unsere Partnerstadt und unterstützte meine Soldaten und Unteroffiziere voll und ganz. Wir hatten viele gemeinsame Veranstaltungen.
Sprecher 3: Hallo, mein Name ist First Lieutenant Mark Holt. Von November 1982 bis April 1984 war ich mit der 58. Pionierkompanie, erste Schwadron, 11th Armored Cavalry Regiment, in Fulda stationiert. Ich erinnere mich nicht mehr genau daran, was wir alles in unserem Freizeitraum hatten. Ich weiß, dass wir in unserer Freizeit Bücher lasen, Briefe schrieben und Filme anschauten. Wir trieben auch Sport, spielten einige Spiele und schliefen – allerdings nicht viel. Das Essen war großartig, wir hatten nie eine schlechte Verpflegung, und es gab bei jeder Mahlzeit reichlich. Wir hatten nicht viel Kontakt zu den Zivilisten in unserer Nähe. Die Stadt Hünfeld lud einmal unsere gesamte Kompanie – alle 200 Soldaten – zu einem kostenlosen Essen ein. Ich glaube allerdings, sie haben uns danach nicht noch einmal eingeladen, als sie merkten, wie groß unser Interesse an ihren Töchtern war und dass wir nur etwa 15 Kilometer entfernt entlang der Grenze lebten. Ich hatte immer das Gefühl, dass man uns dafür schätzte, dass wir sie vor den Kommunisten im Osten schützten. Ost und West waren an dieser Grenze der Freiheit ein so sichtbarer, scharfer Gegensatz. Wir wussten, warum wir dort waren.

