[xt_woofc_shortcode]
Aktuelle MeldungenPressemitteilungen

Welt und Recht: Öffentliche Podiumsrunde diskutiert am 9. Dezember in Geisa

Lesezeit: 3 Minuten

Kriege, Krisen, Systemkonflikte – wie geht es weiter mit der Internationalen Ordnung? Welche Bedeutung hat das Völkerrecht? Und ganz allgemein: welche Rolle spielt das Recht in einer zerrissenen Welt? Das von der Hochschule Fulda, der Universität Erfurt, der Stiftung Point Alpha und der Stadt Geisa getragene Point Alpha Research Institute (PARI) lädt zu diesen Themen im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung zu einem öffentlichen Podiumsgespräch am Montag, 9. Dezember 2024, um 19 Uhr in den Roten Salon des Geisaer Schlosses ein. Der Eintritt ist frei.

Kennedy und Koskenniemi dabei

Unter dem Titel „Auf der Grenze: Völkerrecht zwischen Niedergang und Neuordnung?“ sollen aktuelle Herausforderungen an die internationale Ordnung und mögliche Antworten aus Rechts- und Politikwissenschaft diskutiert werden. Als Gesprächspartner auf dem Podium konnten die beiden weltweit angesehenen Völkerrechtler David Kennedy von der Harvard University und Martti Koskenniemi von der Universität Helsinki gewonnen werden. Weiterhin diskutieren Isabel Feichtner von der Universität Würzburg und die beiden Veranstalterinnen der Tagung, PARI-Beiratsmitglied Alexandra Kemmerer vom Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg und Berlin sowie PARI-Direktoriumsmitglied Claudia Wiesner, Politikwissenschaftlerin an der Hochschule Fulda

Bewusst wollen die Veranstalterinnen globale Herausforderungen in einem lokalen Kontext ins Gespräch bringen, der über Jahrzehnte stark von weltpolitischen Ereignissen geprägt wurde. Dabei wollen sie auch Fragen von Bürgerinnen und Bürgern aufnehmen.

Es moderiert Maxim Bönnemann vom Verfassungsblog. Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt, alle Beiträge können übersetzt und Diskussionsbeiträge natürlich auf Deutsch eingebracht werden.

Öffentliche Sitzung ab 17 Uhr:

Auch die der Podiumsdiskussion vorausgehende englischsprachige Sitzung von 17 bis 18.30 Uhr, in der es unter anderem im Gespräch mit dem früheren australischen Diplomaten und derzeit an der Humboldt-Universität zu Berlin forschenden Völkerrechtler Malcolm Jorgensen um Systemkonflikte und Konkurrenz unterschiedlicher Auffassungen von Völkerrecht und globalen Normen, um Hegemonie und Differenzierung geht, ist öffentlich und die Veranstalter laden dazu herzlich ein.

Die Gespräche mit den Experten können in den Pausen und nach der Podiumsdiskussion bei einem kleinen Empfang weitergeführt werden. Anknüpfungspunkt für den wissenschaftlichen Austausch in Geisa ist dabei nicht zuletzt der Veranstaltungsort selbst, der zurückführt in die Zeit des Kalten Krieges – Point Alpha markiert ein geopolitisches Kräftefeld, zwischen „Ost“ und „West“, zwischen verschiedenen Ordnungen. Anmeldungen zur öffentlichen Podiumsdiskussion sind nicht erforderlich.

Informationen zu den Podiumsteilnehmern:

David Kennedy ist Manley Hudson Professor of Law und Direktor des Institute for Global Law and Policy an der Harvard Law School, der Juristischen Fakultät der Universität Harvard.  In seinen zahlreichen Publikationen hat er sich unter anderem mit den Strukturen völkerrechtlicher Argumentation, dem Humanitären Völkerrecht und dem globalen Zusammenspiel von Macht, Recht und Expertenwissen beschäftigt.

Martti Koskenniemi ist emeritierter Professor für Völkerrecht an der Universität Helsinki und Direktor des Eric Castrén Institute of Human Rights. Seine Bücher über Geschichte und Theorie des Völkerrechts und dessen Entwicklung vom 14. bis ins 21.  Jahrhundert sind bereits heute weltweit vielbeachtete und rezipierte Klassiker.

Isabel Feichtner ist Professorin für Öffentliches Recht und Wirtschaftsvölkerrecht an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Am The New Institute in Hamburg leitete sie das Forschungsprogramm „Reclaiming Common Wealth: Towards a Law and Political Economy of Land Commons”. Ihre Forschungsschwerpunkte sind das internationale Wirtschaftsrecht, transnationales Rohstoffrecht, Geld- und Finanzrecht, sowie das Recht der Commons.

Alexandra Kemmerer ist Wissenschaftliche Referentin und Koordinatorin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht und leitet dessen Berliner Büro, eine Plattform für Begegnungen von Wissenschaft und Praxis, Politik und Medien, inspiriert von aktuellen rechtswissenschaftlichen Debatten. Sie ist Mitglied des Beirats des Point Alpha Research Institute (PARI).

Claudia Wiesner ist Professorin an der Hochschule Fulda und lehrt dort Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Europäische Integration. Sie leitet das Jean-Monnet-Centre of Excellence „Europe in the World“ und ist Prodekanin für Forschung und Internationales am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften sowie Mitglied des Direktoriums des Point Alpha Research Institute (PARI).