{"id":23965,"date":"2021-12-15T10:11:27","date_gmt":"2021-12-15T09:11:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pointalpha.com\/?post_type=tribe_events&#038;p=23965"},"modified":"2021-12-15T10:13:09","modified_gmt":"2021-12-15T09:13:09","slug":"sonderausstellung-postsowjetische-lebenswelten","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.pointalpha.com\/ru\/veranstaltung\/sonderausstellung-postsowjetische-lebenswelten\/","title":{"rendered":"Sonderausstellung \u201ePostsowjetische Lebenswelten\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Das Ende der Sowjetunion im Dezember 1991 ist Anlass der Sonderausstellung \u201ePostsowjetische Lebenswelten. Gesellschaft und Alltag nach dem Kommunismus\u201c in der Gedenkst\u00e4tte Point Alpha. Mit eindrucksvollen Fotografien und pr\u00e4gnanten Texten wird der historische Wandel, den die 15 Nachfolgestaaten der UdSSR seitdem durchlaufen haben, dokumentiert. Interessierte sind eingeladen, die Schau bis einschlie\u00dflich 31. Januar im Haus auf der Grenze zu besuchen.<\/p>\n<p>Das Konzept der Ausstellung und deren Texte stammen von Jan C. Behrends vom Leibniz-Zentrum f\u00fcr Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam. Der Osteuropahistoriker hat gemeinsam mit dem Kurator Ulrich M\u00e4hlert insgesamt 130 zeithistorischen Fotos ausgew\u00e4hlt, die einen umfassenden Einblick bieten. Geographisch reicht die Ausstellung von Osteuropa \u00fcber den Kaukasus bis nach Zentralasien. Im Fokus stehen Staaten, deren Gr\u00f6\u00dfe und Einwohnerzahl, Nationalgeschichte und kulturelle Pr\u00e4gungen, aber auch wirtschaftliche Ausgangspositionen kaum unterschiedlicher sein k\u00f6nnten. Umso eindr\u00fccklicher sind die Gemeinsamkeiten, die den Alltag von postsowjetischen Gesellschaften vor allem in den 1990er Jahren pr\u00e4gten.<\/p>\n<p>Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf den sozialen Ausnahmezustand jenes Jahrzehnts, in dem die Menschen den H\u00e4rten des Staatszerfalls und einem Markt ohne Recht und Regeln ausgeliefert waren. Sie nimmt die Lebensverh\u00e4ltnisse in den Blick und macht Wanderungsbewegungen sichtbar. Viele Menschen mussten auf der Suche nach Arbeit und Wohlstand ihre Heimat verlassen. Der Raubzug der Mafia und die Selbstbereicherung fr\u00fcherer Funktion\u00e4re und findiger Unternehmer, die das Staatseigentum privatisierten, sind ebenso Themen, wie die ethnischen und religi\u00f6sen Konflikte und regionalen Kriege, die h\u00e4ufig mit russischem Hegemoniestreben verbunden waren.<\/p>\n<p>Die Plakatschau zeigt, wie mit Geschichte und Religion gleicherma\u00dfen Politik gemacht wird, wie einerseits demokratischer Aufbruch gelang und andererseits neue Autokratien entstanden. Auf 20 Ausstellungstafeln finden weiterhin Themen wie Medien und \u00d6ffentlichkeit, Konsum- und Popkultur, \u00f6kologische Altlasten, Frauenemanzipation sowie Fortschritte im Bereich der Digitalisierung Ber\u00fccksichtigung.<\/p>\n<p>Die \u201ePostsowjetische Lebenswelten\u201c werden in der Gedenkst\u00e4tte Point Alpha in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gezeigt. Besucher k\u00f6nnen die Sonderausstellung bis zum 31. Januar 2022 t\u00e4glich w\u00e4hrend der \u00d6ffnungszeiten besichtigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Ende der Sowjetunion im Dezember 1991 ist Anlass der Sonderausstellung \u201ePostsowjetische Lebenswelten. Gesellschaft und Alltag nach dem Kommunismus\u201c in der Gedenkst\u00e4tte Point Alpha. 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