Langweile in den Sommerferien muss man in Thüringen oder Hessen nun wirklich nicht haben: Point Alpha hält für Familien, die ein abwechslungsreiches Ausflugsziel suchen, einige Angebote parat. Entweder man begibt sich per Virtual-Reality-Brille auf eine phänomenale Zeitreise in die Vergangenheit, entdeckt danach die Ausstellungen auf eigene Faust oder schließt sich einer Gästeführung oder Wanderung an. Egal, wie man sich entscheidet, in der Gedenkstätte, am Kunstprojekt „Weg der Hoffnung“ oder draußen im Biosphärenreservat am Grünen Band gibt es für Erwachsene, Jugendliche und Kinder allerlei zu entdecken.

Neue Attraktion auf Point Alpha: Die Vergangenheit mit allen Sinnen durch die Virtual-Reality-Brille erleben.
Macht euch bereit: zu einem packenden Ferien-Erlebnis wird eine Zeitreise! Per Virtual-Reality-Brille springen geht es durch die verschiedensten Abschnitte der deutschen Geschichte, In 360-Grad-Bewegtbild-Szenarien werden historische Begebenheiten aus völlig neuer Perspektive sichtbar. Das preisgekrönte Konzept bietet auf Point Alpha mit den beiden Experiences „Deutschland-Zeitreise“ sowie der „DDR-Zeitreise – Alltag und Revolte“ Einblicke in die Historie — verknüpft mit digitalen Animationen und audiovisuellen Elementen. Es ist erstaunlich, wie realistisch es sich anfühlt, wenn man mittendrin steckt im Geschehen! Eine perfekte Illusion.
Gebucht werden können beide Zeitreisen im Haus auf der Grenze einzeln für fünf Euro oder in Kombination für acht Euro täglich zwischen 10 und 15 Uhr.

Sonderausstellung über die Fußballszene und die Stasi: Auch der Ex-Bayern-Profi Norbert Nachtweih wurde ebenso wie sein geflüchteter Mannschaftskollege Jürgen Pahl nach seiner Flucht durch das MfS observiert.
Nach der Zeitreise bietet sich noch ein Besuch der Open-Air-Ausstellung „Im Objektiv der Staatsmacht – Fußballfans im Blick von Stasi und Volkspolizei“ im US Camp an. Ein spannendes Thema nicht nur für die Freunde des runden Leders. Fußballstadien in der DDR waren Ort sportlicher Begeisterung – und boten Raum für Protest gegen die SED-Diktatur. „40 Meter im Quadrat – Minenfeld und Stacheldraht. Jetzt weißt Du, wo ich wohne, ich wohne in der Zone“ hallte es in den 1980er Jahren von den Rängen. So gerieten Fußballfans ins Visier der Sicherheitskräfte. Auch der Alltag in den Westen geflüchteter Fußballer, so genannter „Sportverräter“, wurde minutiös dokumentiert. Die Ausstellung kann täglich besichtigt werden.
Anschließen kann man sich aber auch einer der Museumsführungen, die speziell an allen Sonntagen in der Ferienzeit bis einschließlich 17. August, den Jungen und Junggebliebenen offenstehen. Inhaltlich wird durch eine Gästebegleitung ein Überblick über die Themen der Gedenkstätte einschließlich der Grenzsperranlagen geboten. Treffpunkt ist immer um 14 Uhr an der Kasse im Haus auf der Grenze. Die Kosten betragen 3,50 Euro pro Person zuzüglich zum regulären Eintritt. Kinder bis 16 Jahre zahlen nur den Eintritt aber keine Führungsgebühr.
So stehen zum Beispiel in den Sommermonaten eine große Grenzwanderungen auf dem Programm. Termin ist Samstage, 2. August. Bei einer Wanderung entlang des Grenzlehrpfades zur Gedenkstätte kann man ab 14 Uhr die Stationen des ehemaligen „Eiserner Vorhangs“ erleben. Ein Gästeführer vermittelt auf der Strecke die Hintergründe der Teilung und erläutert die Entwicklung der Grenzanlagen. Die Kosten betragen 6,50 Euro pro Person, ermäßigt 5,50 Euro. Dauer etwa vier Stunden, Treffpunkt am US Camp. Die Mindesteilnehmeranzahl liegt bei zehn Personen, Anmeldung bis spätestens 15 Uhr am Vortag.
Natürlich können Gruppen und Einzelpersonen eine Führung oder Wanderung auch individuell planen und buchen. Bei allen Angeboten ist eine Anmeldung erforderlich: Telefon 06651 / 919030 oder service@pointalpha.com.
Wanderungen und Radtouren
Point Alpha ist auch ein Freizeitziel für die ganze Familie. Hier befinden sich Wanderer und Naturliebhaber in herrlicher Natur mitten im Biosphärenreservat Rhön am Nationalen Naturmonument Grünes Band. Für eine Wanderung in faszinierender Landschaft mit grandiosen Aussichten bieten sich die Rhöner Extratouren „Point-Alpha-Weg“ und „Der Rasdorfer“ sowie der Grenzlehrpfad an.
Eine Grenztour mit dem Rad kann vor und nach einem Besuch in der Gedenkstätte entlang des „Iron Curtain Trail“ führen. Point Alpha dient aber auch als „Drehscheibe“ zu anderen Radstrecken: dem Radweg Deutsche Einheit, dem Ulstertalradweg, dem Kegelspielradweg, dem Milseburgradweg und dem Via-Regia-Radweg.
Der authentische Geschichtsort zwischen Rasdorf und Geisa ist also auch in den Sommerferien ein lohnenswertes Ausflugsziel.




