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Schülerprojekttag: Die DDR – ein Rechtsstaat?

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Zu Beginn waren die Schülerinnen und Schüler gefragt, sich zu verschiedenen Aussagen in Bezug auf Rechtsstaatlichkeit zu positionieren.

Zu Beginn waren die Schülerinnen und Schüler gefragt, sich zu verschiedenen Aussagen in Bezug auf Rechtsstaatlichkeit zu positionieren.

Was macht einen Rechtsstaat aus? Wie weit darf ein Staat zum Wohle der Gesellschaft in das Leben Einzelner eingreifen? Worin unterschieden sich die beiden deutschen Staaten in ihrer jeweiligen Rechtsauslegung? Kann man im Falle der DDR tatsächlich von einem (Un-)Rechtsstaat sprechen? 19 Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe der Richard-Müller-Schule in Fulda waren nach Geisa gekommen, um sich im Rahmen eines Projekttages in der Point Alpha Stiftung genau mit diesen Fragen zu beschäftigen.

Die pädagogisch-wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Daniela Theurer, Aline Gros und Jan Ludwig Antoni hatten für die Zwei-Tage-Veranstaltung mit Übernachtung im Schlosshotel Geisa ein anregendes Programm für die Jugendlichen zusammengestellt. Zunächst waren die Jugendlichen aufgefordert, selbst zu verschiedenen Aussagen Stellung zu beziehen, die auf genau die obigen Fragen abzielten. Anschließend lernten sie im ersten Teil des Workshops die Prinzipien von Rechtsstaatlichkeit kennen und waren danach gefragt, ihre ersten Einschätzungen erneut zu prüfen.

Prominenter Gast beim Workshop: die Regisseurin Franziska Stünkel.

Prominenter Gast beim Workshop: die Regisseurin Franziska Stünkel.

Im zweiten Teil des Workshops lernten sie anhand unterschiedlicher biographischer Arbeitsmappen konkrete Beispiele für staatliche Willkür in der DDR kennen. Ein besonders krasser Fall staatlichen Unrechts stellte der Fall des MfS-Offiziers Dr. Werner Teske dar. Sein Schicksal hat die Regisseurin Franziska Stünkel im Film „Nahschuss“ verarbeitet. Der eindrückliche Spielfilm flimmerte natürlich über die Leinwand. Anschließend hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, mit der Filmemacherin zu diskutieren. Dabei standen ihre Intentionen und die Quellenlage sowie feine Details im Mittelpunkt.

Nach dem intensiven und arbeitsreichen Start wartete dann am zweiten Tag der Besuch der Gedenkstätte mit Zeitzeugengespräch und Abschlussdiskussion auf die Schülerinnen und Schüler. Der Schülerprojekttag wurde von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.

Im Anschluss an den Film "Nahschuss" hatten die Schülerinnen und Schüler der Richard-Müller-Schule Gelegenheit, die Regisseurin Franziska Stünkel eingehend zu befragen.

Im Anschluss an den Film «Nahschuss» hatten die Schülerinnen und Schüler der Richard-Müller-Schule Gelegenheit, die Regisseurin Franziska Stünkel eingehend zu befragen.