Veranstaltungen der Point Alpha Stiftung 2. Halbjahr 2010

24. August 2010, 19.00 Uhr (Gedenkstätte Point Alpha, Haus auf der Grenze)
Lesung mit Bettina Greiner „Verdrängter Terror. Geschichte und Wahrnehmung sowjetischer Speziallager in Deutschland.

Studie über die nach dem zweiten Weltkrieg in der SBZ und später in der DDR vom sowjetischen Geheimdienst errichteten Speziallager. Bettina Greiner untersucht die noch heute weitgehend unbekannte Geschichte der Speziallager. Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen in Kooperation mit der Point Alpha Stiftung.

31. August 2010, 19.00 Uhr (Gedenkstätte Point Alpha, Haus auf der Grenze)
Podiumsdiskussion zum Jubiläumsthema „20 Jahre Deutsche Einheit"
„Der Weg in die soziale Marktwirtschaft: Die Arbeit der Treuhand zwischen 1990 und 1994"

Die Arbeit der Treuhand steht für wirtschaftliche Chancen und Neubeginne, wird in der öffentlichen Diskussion aber oft auch kritisch gesehen und mit einem „Ausverkauf" der DDR-Wirtschaft gleichgesetzt. Experten diskutieren über die damaligen Aufgaben, die Ziele, Voraussetzungen und Schwierigkeiten bei der Privatisierung der volkseigenen Betriebe sowie über den Prozess der Wirtschaftsreform allgemein.
Dabei soll der Blick auch auf Privatisierungsprozesse in den anderen ehemaligen Ostblockstaaten gerichtet werden. Teilnehmen wird:
Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué (Professor für internationale Wirtschaft an der Universität Magdeburg; Prof. Dr. Wolfgang Seibel (angefragt; Professor für Volkswirtschaftslehre und Autor des Buches: „ Die verwaltete Illusion") sowie ein Vertreter der Firma TechniSATElektronik GmbH Dippach (Wartburgkreis), das erste von der Treuhandanstalt privatisierte Unternehmen (angefragt).
Moderation: Dr. Jens Schöne (stellvertretender Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen in Berlin)

12. September 2010, 19.00 Uhr (Gedenkstätte Point Alpha, Haus auf der Grenze)
Gespräch zum Jubiläumsthema „20 Jahre Deutsche Einheit"
„Die 2-plus-4 Verträge - der Austritt der ehemaligen DDR aus dem Warschauer Pakt aus persönlicher Erinnerung"

Zum 20. Jahrestag der Unterzeichnung der 2-plus-4-Verträge erinnert sich der Beauftragte für Sonderaufgaben im Bereich der Bundeswehr und ehemaligen Staatssekretär im Verteidigungs- und Abrüstungsministerium unter Rainer Eppelmann , Werner E. Ablaß, an die dramatischen Verhandlungsmonate im Sommer 1990. Ablaß war Verhandlungsführer für das Verteidigungsressort der demokratisch gewählten DDR-Regierung beim Einigungsvertrag. Moderation: Matthias Gehler (stellvertretender Direktor des MDR Landesfunkhaus Thüringen und damals Regierungssprecher des DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maizière)

2. Oktober 2010
Traditioneller Festakt zum 20.Jahrestag der Deutschen Wiedervereinigung
US Camp, Fahrzeughalle
15.30 Uhr Kranzniederlegung
16.00 Uhr Beginn des traditionellen Festaktes
Festredner: Monsignore Karl-Heinz Ducke

Der katholische Pfarrer Karl-Heinz Ducke war einer der drei Kirchenvertreter, die 1989/90 den Zentralen Runden Tisch in Berlin moderierten. Er gehörte zu dem Triumvirat, das die insgesamt 16 Zusammenkünfte des Runden Tisches in der Prioritätengruppe vorbereitete, inhaltlich strukturierte, für einen geordneten Ablauf und ein konstruktives Gesprächsklima sorgte. Karl-Heinz Ducke leitete das einzige katholische Priesterseminar der DDR in Erfurt, als ihn die Berliner Bischofskonferenz zum Runden Tisch schickte. Die ursprünglich nur als "Anschubhilfe" gedachte Versammlungsleitfunktion der Kirchenvertreter entwickelte sich zur Dauereinrichtung bis zur letzten Sitzung am 12. März 1990.

3. Oktober 2010, 11 Uhr im US-Camp Point Alpha
Familientag und evangelischer Gottesdienst mit Bischof Martin Hein und der Bischöfin Ilse Junkermann anlässlich des 20. Jahrestags der Deutschen Wiedervereinigung

4. November 2010, 18.30 Uhr (im Stiftungssitz Schloss Geisa, Roter Saal)
Auftaktveranstaltung zur Reihe "Geisaer Schlossgespräche"

"Die deutsche Einheit aus der Vogel-Perspektive"
mit Ministerpräsident a.D. Dr. Bernhard Vogel und Bundesminister a.D. Dr. Hans-Jochen Vogel.
Eine Kooperationsveranstaltung der Hessischen und Thüringischen Landeszentrale für politischen Bildung und der Point Alpha Stiftung.

8. November 2010, 18.30 Uhr (Gedenkstätte Point Alpha, Haus auf der Grenze)
Buchvorstellung mit dem Autor Sven-Felix Kellerhoff:
Die Stasi und der Westen

Im Mai und Juni gab die Birthler-Behörde rund 3500 Aktenblätter frei, die für heftigen Wirbel sorgten. Seit der West-Berliner Polizist Karl-Heinz Kurras, der am 2. Juni 1967 den Studenten Benno Ohnesorg erschoss, überraschend als MfS-Spion entlarvt wurde, ist schlagartig deutlich geworden, dass die DDR in zuvor ungeahntem Ausmaß auf die bundesdeutsche Gesellschaft eingewirkt hat.
Kurras war nur einer von Tausenden, die in geheimdienstlicher Mission im Westen unterwegs waren – als klassische Spione, Desinformatoren und Einflussagenten. Am Beispiel von Kurras, aber auch vieler anderer Fälle erzählt der Autor eine Geschichte, die zentrale vermeintliche Gewissheiten in Frage stellt.

Der Autor:
Sven Felix Kellerhoff, Jahrgang 1971, Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin, anschließend Berliner Journalistenschule. Seit 1993 als Journalist tätig, u.a. für die Berliner Zeitung und Die Welt, seit 1998 bei der Berliner Morgenpost, dort derzeit stellvertretender Ressortleiter Feuilleton, zuständig für Zeit- und Kulturgeschichte.

Eine Veranstaltung der Konrad Adenauer Stiftung (Bildungswerk Erfurt) in Kooperation mit der Point Alpha Stiftung.

9. November 2010

Schülerprojekttag in der Gedenkstätte Point Alpha