Constantin Hoffmann Ich musste raus. 13 Wege aus der DDR Fluchtgeschichten

Von 1961 bis 1989 galt die innerdeutsche Grenze als die am schärfsten bewachte überhaupt. Für die meisten in der DDR blieb sie eine unüberwindbare, doch einige, die alles daran setzten, in die Freiheit, in den Westen zu gelangen, ließen sie schließlich hinter sich. Manche flüchteten abenteuerlich, einige nahmen es mit den Behörden auf und setzten mit Courage ihre Ausreise durch, andere mussten aus Gefängnissen freigekauft werden.
Hoffmanns Berichte sind beredter Beweis des ungebrochenen Freiheitswillens von ehemaligen und zurückgekehrten Hallensern, vom Tierarzt über den Rechtsmediziner, die Lehrerin, den Krankenpfleger, über den Kellner bis zum Diakon. Sie sind Beweis, dass ein Volk sich seine Rechte nicht auf Dauer vorenthalten lässt und dass es keine allumfassende Unterdrückung geben kann. Sie sind Beweis, dass Widerstand möglich und vonnöten ist.
Die sorgfältig recherchierten und durch zahlreiche Schwarzweißfotos illustrierten Fluchtgeschichten sind authentische und packende Reportagen aus einer Zeit, als echte Freiheit nur durch Mut und Fantasie zu erlangen war. Sie schlagen aber auch den Bogen bis in die Gegenwart und erzählen vom Leben der Protagonisten in der Bundesrepublik bzw. im wiedervereinigten Deutschland.

Gedenkstätte Point Alpha
04.02.2010, 18.00 Uhr
Autorenlesung: Joachim Jauer "Urbi et Gorbi"
Am 9. Dezember um 19.00 Uhr findet in der Gedenkstätte Point Alpha, Haus auf der Grenze , eine Buchlesung mit dem langjähriger Korrespondenten des ZDF in der DDR und Moderator der Sendung »Kennzeichen D«, Joachim Jauer, statt.Jauer ist heute als freier Autor und Dokumentarfilmer tätig und veröffentlichte 2009 das vielbeachtete Buch "Urbi et Gorbi - Christen als Wegbereiter der Wende".
Bundesverdienstkreuz für Berthold Dücker
Die Point Alpha Stiftung begrüßt die Entscheidung des Bundespräsidenten, ihren stellvertretenden Stiftungsratsvorsitzenden und Begründer Berthold Dücker mit dem Bundesverdienstkreuzes erster Klasse auszuzeichnen. „Das ist die verdiente Ehrung für sein aufopferungsvolles Engagement zur Bewahrung der Erinnerung an die SED-Diktatur und den Kalten Krieg", sagt der Vorsitzende des Stiftungsrats, Fuldas ehemaliger Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Hamberger.
„Ein aufrechter Gang lohnt sich jederzeit" Matschie zieht ganz persönliche Bilanz aus dem Herbst 1989
Das Volk probte 1989 das aufrechte Gehen, weil es gebeugt wurde. Und ein aufrechter Gang lohnt sich jederzeit." so der SPD Landesvorsitzende und ehemalige Bürgerrechtler Christoph Matschie in seiner Festrede zur Traditionsveranstaltung am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit auf Point Alpha. In seiner immer wieder durch Beifall unterbrochenen Rede berichtete Matschie aus der Zeit der Friedlichen Revolution in Jena und rief auf, auch heute nicht danach zu fragen, was man mit seinem Handeln riskiert, sondern was man mit seinem Handeln bewegen kann.